„Die guten Feinde. Mein Vater, die Rote Kapelle und ich“

13. März 2018
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: NS-Dokumentationszentrum München
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München

Ort: NS-Dokumentationszentrum München, Auditorium

Eintritt frei

Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule GmbH und dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin


In der NS-Zeit verfolgt, nach Kriegsende als Verräter beschimpft – ein Schick­­sal, das viele Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime teilen. In dem Dokumentarfilm „Die guten Feinde" erzählt Christian Weisenborn die Geschichte seines Vaters Günther Weisenborn, eines Theaterautors, der sich mit zahlreichen anderen Künstlern und Intellektuellen in der sogenannten Roten Kapelle, einer losen Gruppierung verschiedener Widerstandsgruppen, engagierte.


Aufgrund seines Engagements gegen das NS-Regime wurde Weisenborn 1942 verhaftet und entging nur mit Glück der Vollstreckung des Todesurteils. Gemeinsam mit Adolf Grimme versuchte er nach dem Krieg, den ehemaligen Richter Manfred Roeder vor Gericht zu bringen, der ihn und 52 andere Mitglieder der „Roten Kapelle“ zum Tode verurteilt hatte. Dieser Versuch scheiterte. Erst 2009 wurden die Urteile gegen die „Rote Kapelle“ aufgehoben.


Christian Weisenborn hat für seinen Film mit Historikern und Biografen gesprochen, verarbeitet aber vor allem die Erinnerungen seines Vaters. Im Anschluss an die Filmvorführung spricht der Historiker Dr. Jürgen Zarusky (Institut für Zeitgeschichte München-Berlin) mit dem Regisseur über seine Familie und die Arbeit am Film.