Die Geschichte von Walter und Grete Jungleib „Danach habe ich ihn und Vater nie wieder gesehen.“

Vortrag/Vorlesung
21. September 2016
18:00 - 20:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel
Veranstalter: Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

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Mittwoch 21. September 2016 18:00–20:00 Vortrag

Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel

Die Geschichte von Walter und Grete Jungleib „Danach habe ich ihn und Vater nie wieder gesehen.“


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Eigentlich hatte sich die heute 86-jährige Grete Hamburg geschworen, nie mehr nach Deutschland zurück zu kehren. Am 20. April nahm die Schwester des 1945 am Bullenhuser Damm in Hamburg ermordeten Walter Jungleib an einer Straßenumbenennung in Hamburg-Schnelsen teil: Die "Jungliebstraße" heißt nun richtig "Walter-Jungleib-Straße". Grete Hamburg ist froh, dass die jahrzehntelange Ungewissheit endlich Klarheit über Walters Verbleib gewichen ist.

Lange Zeit war auch in Hamburg nur sehr wenig über Walter Jungleib bekannt. In den überlieferten Quellen fand sich nur der Name "W. Junglieb" für eines der 20 jüdischen Kinder, die am 20. April 1945 am Bullenhuser Damm von SS-Männern ermordet worden waren. Erst im Sommer 2015 konnte durch das Engagement von Angehörigen eines anderen ermordeten Kindes, mehr über das Schicksal der Familie Jungleib herausgefunden werden. Wo bisher in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm nur ein unvollständiger Name stand, gibt es jetzt Walter Jungleib mit einer Geschichte, die uns seine Schwester Grete Hamburg 2015 erzählt hat, nachdem sie vom Schicksal ihres Bruders erst so spät erfuhr. „Dass nach mehr als 70 Jahren von einem weiteren Kind die Geschichte erzählt werden kann, ist zugleich sehr ungewöhnlich und bewegend", sagt Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Dr. Iris Groschek