Die Erben der Erinnerung. Der Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus in der zweiten und dritten Generation

24. November 2017 -
26. November 2017
Ort: Historisch-Ökologische Bildungsstätte | Spillmannsweg 30, 26871 Papenburg
Veranstalter: Gedenkstätte Esterwegen

Die Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus sind mit dem Tod der direkt Beteiligten, der sog. „Erlebnisgeneration“, lange nicht vorbei. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Sowohl Opfer als auch Täter des nationalsozialistischen Regimes haben auf diese Weise ihre Erfahrungen oft unbewusst in das Gedächtnis ihrer Familie übertragen und ihre Nachfahren zu den Erben ihrer Geschichte gemacht. Heute, da sich der Wechsel der Generationen fast vollständig vollzogen hat, stehen wir vor der Frage, wie verantwortungsbewusst mit diesen ererbten Zeugnissen umgegangen werden kann. Verschiedene Antworten lie-fern zahlreiche publizistische Erzeugnisse der letzten Jahre, in denen sich Angehörige der nachfolgenden Generation zu Wort melden. Wir wollen in diesem Seminar den Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Täter- und Verfolgtenfamilien der zweiten und dritten Generation aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und auch der Frage nachgehen, wie sich die Gesellschaft diesem Thema bisher gestellt hat. Darüber hinaus sollen Perspektiven für einen zukünftigen Umgang mit Erinnerung aufgezeigt werden.

Freitag, 24. November 2017

bis 17.00 Uhr Anreise

17.00 Uhr – 18.00 Uhr

Begrüßung und Vorstellung der Referentinnen / Referenten und Teilnehmenden

19.00 Uhr – 21.30 Uhr

Herausforderungen und Perspektiven der Gedenkstättenarbeit mit Nachkommen von NS-Verfolgten und NS-Täter/innen

Dr. Oliver von Wrochem, Stellvertretender Direktor und Leiter der Abteilung Bildung und des Studienzentrums der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Samstag, 25. November 2017

09.00 Uhr – 10.30 Uhr

„Mein Vater war Moorsoldat“

Michael Kroes, Butzbach

Ernst-Martin Walsken, Duisburg

11.00 Uhr – 12.30 Uhr

„Ich glaube, wir hätten uns viel zu sagen gehabt“ – Mein Großvater, ein Moorsoldat

Martina Bötig, Wesseling

14.00 Uhr - 16.00 Uhr

Nationalsozialismus im Familiengedächtnis. Recherche und Aufarbeitung am Beispiel der Familie Himmler

Katrin Himmler, Politikwissenschaftlerin und Autorin; Großnichte Heinrich Himmlers

16.30 Uhr –18.00 Uhr

Vertiefende Diskussion der vorgetragenen Thesen

Sonntag, 26. November 2017

09.00 Uhr – 10.30 Uhr

Zweitzeugenschaft - Als Zeugen/innen von Zeitzeugen/innen Erinnerungen weitergeben

Katharina Spirawski, Geschäftsführende Vorsitzende und Leiterin der Bildungsarbeit von Heimatsucher e.V., Düsseldorf

11.00 Uhr – 12.30 Uhr

Abschlussdiskussion und Seminarauswertung

Anmeldung und nähere Informationen:

Historisch-Ökologische Bildungsstätte

Spillmannsweg 30

26871 Papenburg

Telefon: 0 49 61 / 97 88-0

Telefax: 0 49 61 / 97 88-44

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