Steve Sem-Sandberg: Die Elenden von Lódz
In seinem Roman über das jüdische Getto in Lódz stellt Steve Sem-Sandberg die Frage nach den Mechanismen der Unterdrückung und dem Zeitpunkt, ab dem offensichtlich wird, dass eine Zusammenarbeit mit den Nazis keine Erleichterung für die Häftlinge bringt. Auch für einen Verräter wie den starken Mann des Gettos, den Judenältesten Mordechai Chaim Rumkowski. Der Autor porträtiert die ambivalente Figur Rumkowskis und lässt dem Leser das endgültige Urteil. „Die Elenden von Lódz" (Klett-Cotta) ist ein Roman mit den vielen eindringlichen Stimmen der verschiedenen Schicksale.
Steve Sem-Sandberg, 1958 geboren, ist einer der renommiertesten schwedischen Autoren. Für „Die Elenden von Lódz" ist ihm der schwedische „August-Priset" verliehen worden. Er lebt in Stockholm und Wien. Er kommt zu uns am
Montag, den 26. September 2011, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14
Den deutschen Text liest der Schauspieler Ulrich Matthes
Einführung und Moderation: Tina Mendelsohn, Journalistin, bekannt vor allem als Fernsehmoderatorin der "Kulturzeit"
In Zusammenarbeit mit dem Verlag Klett-Cotta und dem Jüdischen Museum zu Berlin.