Schon kurz nach Ende des 2.Weltkrieges erschienen im Rahmen der Reeducation in der Bundesrepublik zahlreiche Publikationen, mit denen die Zivilgesellschaft mit den Schrecken des Nationalsozialismus konfrontiert wurde. Wie ging vor diesem Hintergrund die universitäre Forschung und Lehre mit dem Thema um?
Der Workshop fragt, in welcher Form, wie und von wem in der bundesdeutschen Nachkriegszeit zwischen dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozess ab 1945 und dem Beginn der Frankfurter Auschwitzprozesse 1963 der deutsche Faschismus zum Gegenstand universitärer Lehrveranstaltungen gemacht wurde.
Welche Kontroversen und gesellschaftlichen Entwicklungen korrespondieren mit seiner akademischen Bearbeitung?
Freitag, 13.Juni 2014
13.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Thomas Noetzel
13.30 Uhr
NS-Prozesse und die deutsche Öffentlichkeit in den Westzonen und in der frühen Bundesrepublik
Dr. Jörg Osterloh (Frankfurt/M.)
14.30 Uhr
Wolfgang Abendroth und die Marburger Politikwissenschaft
David Steidl B.A. (Marburg)
14.45 Uhr Kaffeepause
15.15 Uhr
Aufbau der Demokratie und Abwehr des Totalitarismus
Zur (staats-)politischen Funktion politischer Bildung 1945-1960
Dr. Gerrit Mambour (Marburg)
15.15 Uhr
Der lange Sommer der Kritik
Studentische Einwände zur politologischen Disziplin in den sechziger Jahren
Martin G. Maier M.A. (Marburg)
17.15 Uhr Kaffeepause
17.45 Uhr
Schuld und Schuldlosigkeit
Vergangenheitsvergegenwärtigungen an der Universität vor 1968
Prof. Dr. Eike Hennig (Frankfurt/M.)
Kontakt:
Jörg Probst
Portal Ideengeschichte, Philipps-Universität Marburg, D-35032 Marburg, Wilhelm-Röpke-Straße 6E
06421-28-24364
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URL: www.uni-marburg.de/fb03/politikwissenschaft/pi-nip/arbeitskreise/wissenschaftsgeschichtepolitologie