Die Sowjetunion legte großen Wert darauf, dass alle ihre Staatsbürger nach Kriegsende in die Heimat zurückkehren. Für die Betroffenen, insbesondere die Kriegsgefangenen, war es nicht immer eine freiwillige oder gar freudige Heimkehr. Denn nach den sowjetischen Gesetzen galten sie pauschal als Vaterlandsverräter und Kollaborateure. Unter welchen Bedingungen konnten sie ihr Leben nach dem Krieg führen?
Begrüßung:
Dr. Jörg Morré
Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst
Vortrag:
Dr. Dmitri Stratievski
Historiker und Politikwissenschaftler
Als langjähriger Mitarbeiter des Vereins Kontakte-KOHTAKTbI e.V. ist er dort zuständig für die Korrespondenz mit ehemaligen sowjetischen Kriegsgefangenen. Er promovierte zu "Sowjetischen Soldaten im deutschen Gewahrsam im Zweiten Weltkrieg aus Sicht der Betroffenen". Autor der Bücher "Sowjetische Kriegsgefangene in Deutschland und ihre Rückkehr in die UdSSR" (2008) und "Sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenschaft Menschenschicksale in Selbstzeugnissen" (2015).
Die Veranstaltung findet im Rahmen unseres Veranstaltungsprogramms "70 Jahre Kriegsende" statt.