Erinnerung an den 70. Jahrestag der "Maideportation" und Gespräch mit dem Auschwitz-Überlebenden Walter Winter
Im Mai 1940 erfolgte auf Befehl des Reichsführer SS Heinrich Himmler die erste familienweise Deportation deutscher Sinti und Roma in das besetzte Polen: eine Art "Generalprobe" zum Völkermord.
In seiner Einführung erinnert Silvio Peritore, Referatsleiter im Dokumentationszentrum, an das Schicksal der 2.500 damals verschleppten Frauen, Männer und Kinder, zu denen auch seine Mutter zählte.
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Der anschließende Bericht von Walter Winter steht an diesem Abend für die letzte Stufe des Völkermords: die Deportation von über 10.000 Sinti und Roma aus dem Deutschen Reich in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ab Februar 1943. Zuvor war Walter Winter aus "rassenpolitischen Gründen" aus der Marine ausgeschlossenen worden. Die weiteren Stationen seines Leidensweges waren die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen.
Walter Winter, geboren 1919, engagiert sich als Zeitzeuge seit vielen Jahren für die Anerkennung der NS Verbrechen an den Sinti und Roma. 2008 wurde er dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im letzten Jahr erschien das Buch von Karin Guth: "Z 3105 – Der Sinto Walter Winter überlebt den Holocaust".