Ausstellung "´Der U-Boot-Bunker Valentin: Geschichte in Beton`. Eine Ausstellung entwickelt von SchülerInnen des Gymnasiums Obervieland, Bremen und der Alliance School, Haifa"
Im Dezember 1942 wurde der Bau des U-Boot-Bunkers Valentin in Bremen-Farge beschlossen. In nur 20 Monaten wurde die verbunkerte, fünf Fußballfelder große Werft errichtet. Hier sollten U-Boote des Typs XXI im Fließbandverfahren produziert werden, um den Vorstoß der Alliierten zu stoppen. An der Errichtung des Bunkers arbeiteten bis zu 10.000 Zwangsarbeiter, etwa 2.000 starben an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen. Kurz vor Kriegsende wurde der Bunker durch die britische Royal Air Force zerstört - im Bunker Valentin wurde kein einziges U-Boot gebaut.
Ein deutsch-israelisches Jugendaustauschprojekt im Förderprogramm EUROPEANS FOR PEACE hat dieses lange verdrängte Kapitel der NS-Geschichte wieder ins öffentliche Bewusstsein gebracht. Die Ausstellung, die im Rahmen des Projekts im Jahr 2012 entstand, trägt beispielhaft zur regionalen und überregionalen Erinnerungskultur bei. Die Ausstellung ist bis zum 16. Januar 2015 im Foyer der Stiftung EVZ zu sehen.
Begrüßung
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
Begrüßung und Moderation
Dr. Elke Gryglewski, Wissenschaftlich-Pädagogische Mitarbeiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Projektvorstellung
Dr. Jens Winter, Lehrer am Gymnasium Obervieland, Bremen, u.a. für Soziologie und Politik
Dr. Marcus Meyer, Wissenschaftlicher Leiter des Denkort Bunker Valentin
Corinna Gaartz, Vivien Sbach und Nora Spöttel, Projektteilnehmerinnen