Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów

Ausstellung
21. Oktober 2020 -
11. April 2021
Ort: Stiftung Topographie des Terrors
Veranstalter: Stiftung Topographie des Terrors

AUSSTELLUNG

Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und des Naturhistorischen Museums Wien.

Ende 1941 entwickelten zwei Wiener Wissenschaftlerinnen ein Projekt zur "Erforschung typischer Ostjuden". Mit "kaltem Blick" fotografierten sie im März 1942 in der deutsch besetzten polnischen Stadt Tarnów mehr als hundert jüdische Familien, insgesamt 565 Männer, Frauen und Kinder. Von diesen überlebten nur 26 den Holocaust und konnten später davon berichten. Erhalten geblieben sind die Bilder und Kurzbiografien der Ermordeten.

Die Ausstellung dokumentiert zum einen das ehrgeizige Vorgehen der beiden Wissenschaftlerinnen. Zum anderen erzählt sie vom Leben der Juden in Tarnów vor 1939 und von deren Ermordung unter deutscher Herrschaft - exemplarisch für die Verfolgung und Vernichtung hunderter jüdischer Gemeinden in dem von Deutschen beherrschten und terrorisierten Polen

BEGLEITPROGRAMM

Dienstag, 26. Januar 2021, 19 Uhr

Deutsche Herrschaftswissenschaft im besetzten Polen

Vortrag: Dr. Götz Aly und PD Dr. Susanne Heim

Dienstag, 23. Februar 2021, 19 Uhr

Die Verfolgung und Ermordung der Juden in Tarnów. Eine polnisch-jüdische Stadt unter deutscher Besatzung 1939-1945

Vortrag: Agnieszka Wierzcholska, Berlin

Moderation: Dr. Ulrich Baumann, Berlin

Dienstag, 23. März 2021, 19 Uhr

Rassenforschung und -anthropologie im Nationalsozialismus

Vortrag: Prof. Dr. Paul Weindling, Oxford

Moderation: Dr. Stephanie Bohra, Berlin

Ob die Veranstaltungen wie geplant im Auditorium des Dokumentationszentrums stattfinden können oder als Livestream angeboten werden, steht derzeit noch nicht fest. Bitte informieren Sie sich kurzfristig unter www.topographie.de.

Der kalte Blick / Flyer (PDF)