Am 23. August 1939 unterzeichneten die Außenminister des Deutschen Reiches und der Sowjetunion einen Nichtangriffsvertrag mit zehnjähriger Laufzeit. Hitler-Deutschland versicherte er im Falle einer Auseinandersetzung mit Polen und den Westmächten die sowjetische Neutralität. Stalins Sowjetunion versicherte er die Duldung der Deutschen bei der Okkupation der nach dem Ersten Weltkrieg verloren gegangenen russischen Gebiete. Außerdem einigten sich die Vertragspartner in einem geheimen Zusatzprotokoll auf eine Aufteilung Osteuropas in Interessenssphären - für den Fall, dass es zu einer „territorial-politischen Umgestaltung“ kommen sollte.
Die Veranstaltung des Arbeitskreises Aufarbeitung Sachsen-Anhalt gibt am Nachmittag einen Überblick zum Stand der Forschung und stellt die Frage nach der Bedeutung des Paktes für eine Erinnerungskultur im zusammenwachsenden Europa. Am Abend zeigt ein Spielfilm die Ereignisse um die Ermordung tausender polnischer Offiziere durch den sowjetischen Geheindienst NKWD. Der Film „Das Massaker von Katyn“ des polnischen Regisseurs Andrzej W a j d a wurde 2008 als "Bester fremdsprachiger Film" für einen OSCAR nominiert.
In der Gedenkstätte ROTER OCHSE:
16.00 Uhr
Vorgeschichte und Auswirkungen des Hitler-Stalin-Paktes auf die Völker Ost-, Mittel- und Südosteuropas
Dr. Jan Lipinsky, Herder-Institut, Marburg
16.45 Uhr
Die Bedeutung des Hitler-Stalin-Paktes in der polnischen Erinnerungskultur
Dr. Piotr Lysakowski, Institut für Nationale Erinnerung, Warschau
anschließend Diskussion
Im LUX.PUSCHKINo:
20.00 Uhr
Das Massaker von Katyn
Polnischer Spielfilm von Andrzej Wajda (2007)
mit einer Filmeinführung von Anne Kupke, Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle
| Kontakt: | Anne Kupke Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle post@zeit-geschichten.de |
| URL: | http://zeit-geschichten.de |
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