Vortrag: Dr. Rainer Rother, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Die filmhistorische Diskussion des NS-Kinos konzentrierte sich lange vor allem auf die eindeutigen Propagandafilme. Vorherrschend jedoch war, auch nach dem ersten Kriegsjahr, das Unterhaltungsgenre, mit Komödien und Melodramen. Es war ein Kino, wie Joseph Goebbels, der in diesem Bereich eine herrschende Position einnahm, es sich wünschte: publikumswirksam, mit beliebten Stars und eingängigen Geschichten, das zugleich die Produktion aufwändiger Propagandastoffe ermöglichte und auch sie zum Erfolg werden ließ.
Rainer Rother, 1956 geboren, ist Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und Leiter der Retrospektive der Berlinale. Er legte zahlreiche Veröffentlichungen zur Filmgeschichte, insbesondere auch zum Film des Nationalsozialismus, vor.
Andreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.