DEM ÜBERLEBEN EINEN SINN GEBEN“
VORTRAG UND ZEITZEUGENGESPRÄCH
ZUM HOLOCAUSTGEDENKTAG MIT
BERT WOUDSTRA AUS ENSCHEDE,
NIEDERLANDE
Einführung und Moderation: Dr. Dietmar Sedlaczek
Musikalische Begleitung: Karsten Heckhausen
(Cello) und Beate Quaas (Klavier)
„Es gibt beinahe keinen Tag in meinem Leben, an
dem ich nicht an diese Zeit zurückdenke.“ Der 1932
geborene Bert Woudstra erlebte als Jugendlicher in
den Niederlanden die Judenverfolgung der deutschen
Besatzer. Er überlebte, weil ihn Freunde, aber auch
fremde Menschen drei Jahre lang versteckten. Viele
Familienangehörige hingegen wurden Opfer des
Holocaust und starben in deutschen Konzentrations-
lagern. Von 53 Familienangehörigen haben 29 über-
lebt. Nach dem Krieg engagierte sich Bert Woudstra
in zahlreichen sozialen und politischen Einrichtungen
seiner Heimatstadt, etwa als Vorsitzender der Stiftung
Synagoge Enschede, die als schönste Synagoge West-
europas gilt. Die Auseinandersetzung mit den national-
sozialistischen Verbrechen ist für Bert Woudstra zu
einer Lebensaufgabe geworden. Seine Botschaft ist
das Eintreten für Humanität und Menschenrechte –
dort wo sie heute verletzt werden.
Veranstaltet vom Bündnis zum Gedenken an die
Opfer des Nationalsozialismus – 27. Januar.
Weitere Termine der Veranstaltungsreihe "Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus"