Dr. Astrid Ley
Dr. Uwe Michas im Gespräch
Die großen nationalsozialistischen Lager auf dem Tempelhofer Feld wurden nach 1945 von der US-Army beseitigt, ihre Existenz wird noch immer geleugnet oder herabgespielt. Das hat den Wunsch nach anschaulicher Vergegenwärtigung bei THf33-45 geweckt. Die drohende Bebauung war der Anlass, erfolgreich Grabungen einzufordern. Die Vielzahl der Standorte und die Masse des Fundmaterials stellen die archäologische Forschung und die Bodendenkmalpflege vor große Herausforderungen. Sollen alle Lagerreste der vier Barackenlager ausgegraben werden? Was passiert mit bereits ausgegrabenen Befunden, zum Beispiel offenliegenden Fundamenten? Wie ist mit den Fundmassen umzugehen? Können allgemeingültige Standards zum Umgang mit zeithistorischen archäologischen Denkmalen erarbeitet werden? Diesem Problem stellt sich Dr. Uwe Michas vom Landesdenkmalamt Berlin. Er diskutiert mit Dr. Astrid Ley von den Brandenburgischen Gedenkstätten.