1936 gelang sieben Häftlingen die Flucht aus dem KZ Sachsenhausen. Der damalige Lagerkommandant Karl Koch ließ sieben Pfähle eingraben. Sechs Flüchtlinge konnten schnell wieder ergriffen werden. Die SS hängte sie an den von Ferne wie Kreuze aussehenden Pfählen viele Nächte lang bis Weihnachten auf. Der siebte Pfahl blieb leer. Einzig Karl Göntges war die Flucht ins Ausland gelungen. Beim Einmarsch der Wehrmacht in Belgien 1940 wurde er gefasst, nach Sachsenhausen zurückgebracht und in der „Isolierung“ eingesperrt. Um weiteren Misshandlungen von SS-Blockführern zu entgehen, sprang Göntges in den elektrisch geladenen Stacheldraht.
In der neuen Dauerausstellung im Turm A „Die Konzentrationslager-SS. Exzess- und Direkttäter 1936-1945“ werden die Hintergründe der Flucht erzählt.
Nach der Romanvorlage „Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers drehte Hollywood 1944 einen Spielfilm unter der Regie von Fred Zinnemann. Der Schauspieler Spencer Tracy spielte die Rolle von Karl Göntges.
Das siebte Kreuz
mit Spencer Tracy
Regie: Fred Zinnemann, 1944 (107 Min)
Begrüßung
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Einführung
Günter Agde, Filmhistoriker