„Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus. Verwaltung-Politik-Verbrechen“ (m. Anmeldung!)

27. Juni 2017
09:00 - 18:00 Uhr
Ort: der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften | Markgrafenstr. 38, 10117 Berlin
Veranstalter: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

seit einigen Jahren wird intensiv über die NS-Vergangenheit von Bundesministerien und Behörden und ihren Umgang mit der eigenen Geschichte diskutiert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich dieser Debatte gestellt und 2013 eine Unabhängige Historikerkommission berufen. Unter ihrer Leitung hat eine Forschungsgruppe die Geschichte der Vorgängerbehörden des heutigen BMAS während der Zeit des Nationalsozialismus aufgearbeitet. Im Zentrum ihrer Forschungen standen das Personal und die Handlungsfelder des 1919 gegründeten Reichsarbeitsministeriums. Das konkrete Verwaltungshandeln unter den Bedingungen der NS-Diktatur und im Kontext nationalsozialistischer Arbeits- und Sozialpolitik wurde eingehend untersucht. Besondere Aufmerksamkeit fand ferner die Rolle des Ministeriums im Rahmen der Kriegswirtschaft und in den besetzten Gebieten Europas zwischen 1939 und 1945. Erforscht wurden auch die personellen Kontinuitäten zur Zeit vor 1933 und nach 1945.


Das Projekt macht deutlich, dass die klassischen Verwaltungsapparate weitaus stärker in das NS-Regime und seine Verbrechen eingebunden waren, als lange Zeit vermutet wurde. Die ministerielle Bürokratie kooperierte eng mit den nationalsozialistischen Partei- und Sonderstäben. Damit werden bisherige Erklärungsmodelle, wie das einer »polykratischen« Herrschaft, infrage gestellt.


Die Unabhängige Historikerkommission hat die Ergebnisse dieses Forschungsprojektes in einem Syntheseband zusammengefasst, den sie am 27. Juni 2017 im Rahmen des Symposiums „Das Reichsarbeitsministerium im Nationalsozialismus. Verwaltung-Politik-Verbrechen“ in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Markgrafenstr. 38, 10117 Berlin) vorstellen wird. 

Programm(pdf)


Für eine Teilnahme bitten wir Sie, sich bis zum 2. Juni 2017 unter www.anmeldung.bmas.de mit dem Passwort Symposium-RAM anzumelden.