Das Recht zum Unrecht. Der Zwangsarbeiter Walerjan Wróbel wird zum Tode verurteilt

Film
Diskussion/Gespräch
25. Januar 2024
19:00 - Uhr
Ort: Britzer Str. 5, 12439 Berlin
Veranstalter: Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Der polnische Zwangsarbeiter Walerjan Wróbel wird 1942 von einem Sondergericht zum Tode verurteilt. Diese Geschichte wird bekannt als 1987 das Bremer Landgericht das Urteil als „typischen Fall nationalsozialistischen Unrechts“ aufhebt.

Der Film „Das Heimweh des Walerjan Wrobel“ zeigt die Geschichte eines Jugendlichen aus Polen, der bei einer Bauernfamilie in Norddeutschland Zwangsarbeit verrichten muss. Schon wenige Tage nach seiner Ankunft auf dem Hof zündet er einen Strohballen an, in der Hoffnung dann nach Hause geschickt zu werden. Die Gestapo nimmt ihn fest. Nach zwei Jahren KZ-Haft beginnt sein Prozess vor einem deutschen Gericht.

Die Ausstellung „Luise. Archäologie eines Unrechts" reflektiert, inwiefern die Bauerstochter Luise in die Ermordung Wróbels verstrickt ist.

Filmvorführung „Das Heimwehr des Walerjan Wróbel“ (1991)

Kurzvorträge:

Dr. Roland Borchers, stellv. Leiter des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit:
Die Situation von Zwangsarbeiter:innen aus Polen

Dr. Gerhard Pauli, Oberstaatsanwalt Hagen:
Rechtshistorische Einordnung des Urteils gegen Wróbel im Kontext des NS-Sondergerichtswesens

Im Anschluss Podiumsdiskussion

Begleitveranstaltung zur Sonderausstellung Luise. Archäologie eines Unrechts. Vor der Veranstaltung findet um 18 Uhr eine Kuratorenführung statt.

Einladung

Weitere Informationen