Der Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus wurden im Deutschen Reich und in den von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Gebieten mehr als zwanzig Millionen Menschen unterworfen. In vielen Ländern wird hierfür der Ausdruck Totaleinsatz beziehungsweise Totaleinsatz im Reich verwendet.
Ende 1944 arbeiteten mehr als 7,5 Millionen ausländische Arbeitskräfte, davon ein Drittel Frauen, für geringe Bezahlung oder auch ohne Lohn in fast allen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Nur so konnte die NS-Führung der deutschen Bevölkerung bis Kriegsende einen relativ hohen Lebensstandard sichern und den massenhaften Einsatz von deutschen Frauen in der Wirtschaft lange vermeiden.
Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe ""Wie isses nun bloß möglich!" - Ein Roman hat Geburtstag!" anlässlich des 50jährigen Erscheinens des Romans Tadellöser&Wolff von Walter Kempowski statt. Anlässlich dieses Jubiläums bietet die Kempowski Stiftung an verschiedenen Orten themenbezogene Veranstaltungen an. Begeben Sie sich auf eine Spurensuche im Roman, untermalt von Fotos, Musik, Vorträgen und Erinnerungen.
So detailfündig wie dieser Kempowski hat sich noch kein deutscher Erzähler an jene Tage erinnert, in denen es "Haro-Füller mit neuartiger Glasfeder" und "aus bunten Nägeln zusammengehauene Hitlerjugendrauten" gab; in denen man "Konzertlager" sagte und "Das rächt sich", aber "Herr Hitler müsse es ja wissen"; in denen deutsche Gymnasiasten meinten, "nach dem Endsieg werde man das Urmeter (aus Frankreich) zweifellos nach Berlin holen", und doch heimlich zu Tommy-Dorsey-Platten "hotteten". (Rolf Becker im Spiegel 1971)
Um Voranmeldung wird gebeten unter: info@kempowski-stiftung.de oder: info@stiftung-lager-sandbostel.de