Das Ghetto von Wilna: Lieder aus einer zerstörten Welt

Konzert
30. November 2012
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Gedenkstätte KZ Osthofen
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Konzert "ES IZ GEVEN A ZUMERTOG - Lieder aus dem Ghetto von Wilna" am Freitag, dem 30. November 2012 um 18.00 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Eintritt frei



Zum Konzert "ES IZ GEVEN A ZUMERTOG - Lieder aus dem Ghetto von Wilna" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz am Freitag, dem 30.11.2012 um 18.00 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Am Ziegelhüttenweg 38) ein.

In diesem besonderen Konzert spielen Roswitha Dasch (Violine, Gesang) und Ulrich Raue (Klavier) Lieder aus dem Ghetto von Wilna. Das gesamte Programm ist den Menschen im Wilnaer Ghetto zur Zeit der deutschen Besetzung Litauens gewidmet.


Das Ghetto von Wilna

Im September 1941 wurde die jüdische Bevölkerung von Vilnius (deutsch: Wilna) von den Nationalsozialisten in zwei Ghettos gesperrt. Das kleinere wurde noch im Oktober "liquidiert". Zehntausende waren bis dahin schon ermordet worden. Im September 1943 wurden die letzten sechstausend Ghettoinsassen teilweise in Konzentrationslager nach Estland und Lettland deportiert. Über 4.000 Kinder, Frauen und alte Männer wurden in das Vernichtungslager Sobibor gebracht und dort ermordet. Von den etwa 75000 jüdischen Menschen, die im Sommer 1941 in Wilna gelebt hatten, überlebten nur zwei- bis dreitausend die NS-Besatzungsherrschaft.


Roswitha Dasch

recherchierte mehrfach in Wilna, sprach mit Zeitzeugen, um mehr über die Geschichte des Ghettos zu erfahren. Aus ihren Erfahrungen entstand eine Text-Musik-Collage, die mit erzählten Geschichten und jiddischen Liedern das Leben im Wilnaer Ghetto dem Publikum auf eindringliche Weise näher bringt.


Ulrich Raue

hat diese von jüdischen Komponisten und Dichtern im Ghetto verfassten Lieder für Gesang, Violine und Klavier neu arrangiert. Eine Musik, die den Menschen im Ghetto in tiefster Trauer und Verzweiflung immer wieder Mut und Hoffnung gab.


Mehr zum Konzert unter www.roswitha-dasch.com .