Das Gebet bei Elie Wiesel – Aspekte einer „Theologie nach Auschwitz“

Vortrag/Vorlesung
11. April 2013
19:30 - 00:00 Uhr
Ort: Karmel „Heilig Blut“ Dachau, Alte Römerstr. 91
Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

Haben „Dachau“ oder „Auschwitz“ als Synonyme für den unvergleichlichen Terror der Nazidiktatur im Nachhinein Auswirkungen gehabt auf das Reden von Gott und die Weisen zu ihm zu beten? Befragt, ob es nach Auschwitz noch eine Theologie geben könne, antwortet der Auschwitz-Überlebende Elie Wiesel: „Ich persönlich glaube nicht. Es kann keine Theologie nach Auschwitz und schon gar nicht über Auschwitz geben. Denn wir sind verloren; was immer wir tun, was immer wir sagen, ist unangemessen. Man kann das Ereignis niemals mit Gott begreifen; man kann das Ereignis nicht ohne Gott begreifen. … Wer bin ich, um Gott zu erklären? Einige Leute versuchen es. Ich glaube, dass sie scheitern. Und dennoch ... Es ist ihr Recht, es zu versuchen. Nach Auschwitz ist alles ein Versuch.“

Pater Klaus Spiegel OSB; Kooperation: Katholische Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau