Das Ende einer Legende: Albert Speer und die Lüge von der aufrichtigen Reue

Vortrag/Vorlesung
3. Mai 2018
19:30 - 00:00 Uhr
Ort: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal
Veranstalter: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Vortrag von Prof. Dr. Magnus Brechtken,

Institut für Zeitgeschichte München

Termin: Donnerstag, 3. Mai 2018, 19.30 Uhr

Ort: Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal

Moderation: Dr. David Mintert,

Vorsitzender des Fördervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal .V.


Herzliche Einladung!

Das Ende einer Legende: Speer und die Lüge von der aufrichtigen Reue

Seit 1931 NSDAP-Mitglied und bald ein Vertrauter Hitlers, wurde Albert Speer rasch zum Architekten des Rassenstaates. Im Krieg engagierte er sich als Rüstungsminister unermüdlich für den totalen Kampf und die Vernichtungsmaschinerie. Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken zeigt, wie es Speer gelang, diese Legende zu verbreiten, und wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.

Brechtken, renommierter Zeithistoriker und stellvertretender Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, beschreibt nicht nur, wie markant Speers Stilisierung als angeblich unpolitischer Techniker den historischen Tatsachen widerspricht. Auf der Basis jahrelanger Recherchen und vieler bislang unbekannter Quellen schildert er zugleich, wie Millionen Deutsche Speers Fabeln mit Eifer übernahmen, um sich die eigene Vergangenheit schönzureden, und wie sehr Intellektuelle, namentlich Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler, diese Legendenbildung unterstützten. Die verblüffende Biographie eines umtriebigen Manipulators – und zugleich ein Lehrstück für den deutschen Umgang mit der eigenen Geschichte.



Eintritt: 3,00 €


www.alte-synagoge-wuppertal.de

Ansprechpartnerin: Dr. Ulrike Schrader, Tel. 0202-563.2843

oder info@remove-this.alte-synagoge-wuppertal.de

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