Die Situation ausländischer Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor 70 Jahren
Im Frühjahr 1945 endete für Millionen ins Deutsche Reich verschleppte Menschen die NS-Zwangsarbeit. Das Heranrücken der Alliierten bedeutete für sie aber nicht nur Befreiung, sondern auch Gefahr. Für die Behörden stellte die große Zahl der ausländischen Zwangsarbeiter eine Bedrohung dar. Für ihre Bewacher und Arbeitgeber waren sie unerwünschte Zeugen eines unmenschlichen Systems. Tausende von Zwangsarbeitern aus Osteuropa wurden ermordet. Sie wurden Opfer von Endkriegsverbrechen.
In der Podiumsdiskussion wird die Situation der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor Kriegsende und nach der Befreiung erläutert und außerdem der Frage der Handlungsoptionen und des Verhaltens der lokalen Bevölkerung nachgegangen.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors und der Stiftung EVZ.
PROGRAMM
Begrüßung: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums
NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Grußwort: Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
Gespräch:
Witold Gnauck, Geschäftsführer der Deutsch-Polnischen
Wissenschaftsstiftung (Moderation)
Eugenia Zdzikot, ehemalige Zwangsarbeiterin
Iris Helbing, Historikerin
Dr. Sven Keller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Institut für Zeitgeschichte, München
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