Die Studie „Das Amt und die Vergangenheit“ hat nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der Fachwissenschaft eine lebhafte Debatte über die Rolle des Auswärtigen Amts in der NS-Diktatur hervorgerufen. Die Tagung greift diese Diskussion auf, möchte diese jedoch nicht einfach erneut führen. Vielmehr ist eine Bestandsaufnahme der Forschung vorgesehen: Was wissen wir über das Auswärtige Amt im Nationalsozialismus, was nicht, was ist gerade in Arbeit, was unbestritten, was ist umstritten? In der abschließenden Podiumsdiskussion soll auf die Debatte über „Das Amt“ zurückgeblickt und gefragt werden, wie sich dieser Streit zwischen Historikern in die Entwicklung der Forschung und der Geschichtsbilder einordnen lässt.
Seien Sie herzlich zu dieser Tagung nach Tutzing eingeladen.
Freitag, 21. Juni 2013
ab 14.00 h Anreise, Kaffee im Foyer
15.00 h Begrüßung – Einführung
Michael MAYER Akademie für Politische Bildung Tutzing
Johannes HÜRTER Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
15.15 h Sektion I: Das Personal des Auswärtigen Amts: Kontinuitäten und Diskontinuitäten
Personalstruktur und Personalentwicklung im Mittleren und Höheren Dienst
Martin KRÖGER / Bernd ISPHORDING Auswärtiges Amt, Berlin
Bernhard von Bülow, Friedrich Gaus, Hans Heinrich Dieckhoff. Die Amtsleitung zwischen Kontinuität und Anpassung
Annette SCHMIDT-KLÜGMANN Philipps-Universität Marburg
16.30 h Pause
17.00 h Die Personalpolitik der Minister Neurath und Ribbentrop
Lars LÜDICKE Universität Potsdam
Der 20. Juli in der Erinnerungspolitik des Auswärtigen Amts
Rainer BLASIUS Frankfurter Allgemeine Zeitung
18.30 h Abendessen
19.30 h Amt und Verantwortung: Diplomaten in Deutschland und Frankreich 1933-1945
Georges-Henri SOUTOU Université de Paris IV – Sorbonne
Samstag, 22. Juni 2013
08.15 h Frühstück
09.00 h Sektion II: Das außenpolitische Kerngeschäft des Auswärtigen Amts
Die Außenpolitik des Auswärtigen Amts – Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung
Marie-Luise RECKER Goethe-Universität Frankfurt am Main
10.00 h Pause
10.30 h Das Auswärtige Amt und der Weg in den Krieg
Wolfgang MICHALKA Darmstadt
Die Nordeuropapolitik des Auswärtigen Amts im Zweiten Weltkrieg
Michael JONAS Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg
12.00 h Mittagessen
14.30 h Kaffee im Foyer
15.00 h Sektion III: Das Auswärtige Amt und die NS-Verbrechen
Das Auswärtige Amt und das Reichssicherheitshauptamt
Magnus BRECHTKEN Institut für Zeitgeschichte München–Berlin
Die Deutsche Botschaft Paris und die NS-Unrechtspolitik im besetzten Frankreich
Michael MAYER Akademie für Politische Bildung Tutzing
16.30 h Pause
17.00 h Das Auswärtige Amt und der Holocaust
Moshe ZIMMERMANN Hebrew University of Jerusalem
Die Unterstützung des Auswärtigen Amts bei der Durchsetzung der NS-Gewaltpolitik abseits des Holocaust
Sebastian WEITKAMP Universität Osnabrück
18.30 h Abendessen
19.30 h Neue Forschungen zum Auswärtigen Amt vor dem Hintergrund älterer Befunde
Hans-Jürgen DÖSCHER Universität Osnabrück
Sonntag, 23. Juni 2013
08.15 h Frühstück
09.00 h PODIUMSDISKUSSION
Vom Nutzen und Nachteil eines Historikerstreits: Was bleibt von der Debatte über „Das Amt“?
Impulsreferat:
Martin SABROW Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Podiumsteilnehmer:
Eckart CONZE Philipps-Universität Marburg
Johannes HÜRTER Institut für Zeitgeschichte München—Berlin Hans MOMMSEN Feldafing
Moderation: Michael MAYER Akademie für Politische Bildung Tutzing
| Kontakt: | Schenck Akademie für Politische Bildung, Buchensee 1, 82327 Tutzing h.schenck@<wbr></wbr>apb-tutzing.de |
| URL: | http:/<wbr></wbr>/www.apb-tutzing.de/ |