Ein Dokumentarfilm über Eva Vater, Soldatin der Roten Armee, Ärztin und Schriftstellerin
anschließend Gespräch mit den Filmemacher_innen
Der Dokumentarfilm CECTPA – russisch für Schwester – ist das Porträt einer junggebliebenen, lebenslangen Kämpferin. Eva Vater ist eine von mehr als 5.000 lettischen Juden und Jüdinnen, die von 1941 bis 1945 in den Reihen der sowjetischen Roten Armee gegen die deutsche Wehrmacht kämpften. Überzeugt trat sie als Veteranin in den 1950er und 1960er Jahren öffentlich auf, kämpfte für die Erinnerung an ihren ebenfalls im Kampf gegen die Deutschen gefallenen Bruder und an andere jüdische Kommunist_innen. Gleichzeitig erfuhr sie den Antisemitismus der lettischen Bevölkerung auch nach 1945 und bekam die Angstherrschaft stalinistischer Funktionäre, die sich in Windeseile gegen ideologische Gegner_innen richten konnte, selbst zu spüren. Als pensionierte Ärztin widmete sie sich mit Leidenschaft dem Schreiben. Im Jahr 1997 beschloss sie, ihrem Sohn Juri zu folgen, der Anfang der 1990er Jahre nach Israel ausgewandert war.
Im Tel Aviv des Jahres 2011 spricht Eva Vater vom Krieg und vom Tod, von der Liebe und vom Überleben nach und mit der Shoah. In Bildern, die den Weg des klassischen Interviewfilms immer wieder verlassen, entsteht im Spiegel der lauten und schnellen Großstadt Tel Aviv eine nie gänzlich verklingende Vergangenheit, in der liebevolle und zärtliche Momente, Ruhe, Nachdenklichkeit und viel Freundschaft zu finden sind.
mehr Informationen unter www.evavaterfilm.com