Mit Günther Siedbürger
Dauer: Fünfeinhalb bis sechs Stunden
Abfahrt: Northeim, Parkplatz Mühlenanger
Kosten: 5 €
Fahrtziele werden voraussichtlich u.a. Northeim, Salzderhelden, Kreiensen, Bad Gandersheim und Echte sein. Inhaltlich wird es u.a. um Zwangsarbeit im Eisenbahnbereich, in der Rüstungsindustrie, im städtischen Handel und in der Landwirtschaft sowie um ein Außenkommando des KZ Buchenwald gehen. In der KZ-Gedenkstätte Moringen wird es eine Gesprächspause mit Kaffee und Kuchen (wird gestellt) geben. An einzelnen Stationen werden eventuell Wege zu Fuß zurückgelegt.
Zwangsarbeit von Ausländerinnen und Ausländern während des Zweiten Weltkrieges war das nationalsozialistische Kriegsverbrechen mit dem größten Umfang und der tiefsten Integration in den Alltag der heimischen Bevölkerung. Auf zwei Busfahrten werden Stätten von NS-Zwangsarbeit im heutigen Landkreis Northeim erkundet und ihre historische Dimension sichtbar gemacht. So werden Orte des Alltags erkennbare Zeichen der NS-Geschichte. Der Besuch verschiedener Schauplätze von NS-Zwangsarbeit in der Region wird die Vielfältigkeit des Zwangsarbeitseinsatzes konkret erfahrbar machen, wo die Zwangsarbeitenden das tägliche Bild in Dörfern und Städten prägten und die deutsche Kriegswirtschaft unfreiwillig vor dem Zusammenbruch bewahrten. Mithilfe von Kurzvorträgen und (soweit vorhanden) Fotos und Schriftdokumenten wollen wir uns auf den verschiedenen Stationen der Fahrt Antworten auf die Frage nähern, was Zwangsarbeit von Ausländerinnen und Ausländern im Deutschen Reich wirklich bedeutete. Dies geschieht im unmittelbaren Gegenwartsumfeld dieser historischen Handlungsorte. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Eine Kooperation der KZ-Gedenkstätte Moringen mit dem Ausstellungsprojekt ‚Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945‘.
Die Veranstaltung wird gefördert vom LAP des Landkreises Northeim.