Der Vortrag nimmt die wechselseitigen Korrespondenzen zwischen Kardinal Michael von Faulhaber und Johannes Neuhäusler (1888-1973) während dessen Internierung im Konzentrationslager Dachau zwischen 1941 und 1945 in den Blick. Der Münchener Diözesanpriester und spätere Weihbischof (ab 1947) Johannes Neuhäusler war in seiner Funktion als kirchenpolitischer Referent des Erzbistums München und Freising ab 1933 hauptverantwortlich für die Kommunikation mit den staatlichen Stellen des Dritten Reiches. Nach seiner vierjährigen Inhaftierungszeit in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau nahm er sich in seiner 1946 erschienenen Dokumentation „Kreuz und Hakenkreuz“ der Verteidigung der Haltung der Katholischen Kirche im Dritten Reich an.
Referent: Fabian Flohr, Doktorand im Fach Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München