Studienreise 05.05. – 14.05.2023
2023 jährt sich die Staatsgründung Israels zum 75. Mal. Die Auseinandersetzung mit der Shoah, dem Holocaust, als tiefliegendes Trauma in der jüdisch-israelischen Bevölkerung verschränkt sich mit anderen historischen Wendepunkten in der Geschichte des Staats seit seiner Gründung 1948. 2023 wird auch der Nakba ("Katastrophe") gedacht, der Vertreibung vieler Palästinenser-/innen aus ihrer Heimat im Zuge der Gründung des jüdischen Staates. Fragen nach den Kulturen, Politiken und Praktiken des Erinnerns führen sowohl innerhalb der hyperdiversen Gesellschaft Israels als auch in den Palästinensischen Gebieten zu kontroversen Debatten. Zugleich bewegen sich Vergangenheitserzählungen und Nationalnarrative in aktuellen politischen Spannungsfeldern.
Wie diskutieren Israelis heute über Erinnerungskulturen, und wie wirken sich die kontroversen Positionen aus in einer politisch gespaltenen Gesellschaft mit einer jüdischen Mehrheit und unterschiedlichen nicht-jüdischen Minderheiten? Welche erinnerungskulturellen Debatten bewegen die Menschen in Ost-Jerusalem oder dem Westjordanland?
Mit der Studienreise wird dezidiert ein praxisorientierter Ansatz verfolgt und damit dem Fokusthema aus zeithistorischer, gesellschaftspolitischer und künstlerisch-ästhetischer Perspektive nachgegangen. Im Sinne der politischen Bildung verfolgt die Reise einen multiperspektivischen Ansatz.
Zielgruppe:
Junge Multiplikator/- innen mit erinnerungskulturellem Tätigkeitsschwerpunkt (Altersbeschränkung: 30 Jahre!)
Bewerbung:
Teilnahmegebühr: 500 Euro
Bitte beachten Sie, dass die Teilnahmegebühr Hin- und Rückflug, Doppelzimmerunterbringung und Halbpension umfasst. Kalkulieren Sie weitere Kosten ein, u.a. Anreise zum Vorbereitungsseminar in Frankfurt/Main sowie Mittagsverpflegung vor Ort.
Die Begleitung der Studienreise findet auf Deutsch und Englisch statt.
Bitte beachten Sie:
Es werden nur Bewerber/- innen in die Auswahl aufgenommen, die unter die Altersgrenze von 30 Jahren fallen.
Bewerbungsschluss ist am 29. Januar 2023.