Unter diesem Titel erschienen Ende 2013 vier Tagebücher von Zeitzeugen der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Hamburg 1933. Über zahlreiche Facetten der nationalsozialistischen Gesellschaft ist bis heute wenig bekannt. Das gilt beispielsweise für die Reaktionen der Zeitgenossen auf die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Begriffen die Menschen die Ereignisse des Jahres 1933 als tiefgreifende Einschnitte? Welche Veränderungen im Alltag nahmen sie wahr und wie gingen sie mit den Anforderungen um, die das sich etablierende NS-System an sie stellte? Die Tagebücher der Lehrerin Luise Solmitz, des jüdischen Rechtsanwalts Kurt F. Rosenberg, des Privatbankiers Cornelius Freiherr von Berenberg-Goßler und des Archivars Nikolaus Sieveking offenbaren ein Spektrum an Wahrnehmungen, Meinungen und Verhaltensweisen, die Einblicke in die Frühzeit des Nationalsozialismus nach der Machtübernahme erlauben.
Dr. Beate Meyer und Joachim Szodrzynski stellen ihr Buch vor. Die Schauspielerin Christine Jensen liest ausgewählte Passagen aus den Tagebüchern.