Ausstellungseröffnung »Der Todestransport Leitmeritz – Velešín«

29. Januar 2018
17:00 - 00:00 Uhr
Ort: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Die letzten Kriegstage im April 1945. Noch immer sind zehntausende KZ-Häftlinge in der Hand der SS. Das zum KZ-Flossenbürg gehörende Außenlager im nordböhmischen Leitmeritz wird zum Auffangbereich unzähliger Häftlingstransporte. Am 28. April 1945 lässt die SS 4.000 Häftlinge in einem Güterzug mit 77 offenen Kohlewaggons Richtung Süden abtransportieren. Der Todestransport durchquert fast das gesamte »Protektorat Böhmen und Mähren«. Von Anfang an kommt es zu spontanen und organisierten Hilfeleistungen der tschechischen Bevölkerung. Nach 14 Tagen endet die Fahrt des Todeszuges Nr. 94803 am 8. Mai 1945 im südböhmischen Velešín.

Die Wanderausstellung des Vojenský historickyý ústav Praha (Militärhistorisches Institut Prag) und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg dokumentiert die dramatischen Ereignisse an den einzelnen Stationen des Transports: Sie zeigt Schicksale der Häftlinge, Hilfe der Zivilbevölkerung, Reaktionen der Bewacher.

Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen:

Dr. Jörg Skriebeleit

Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

PhDr. Jiří Plachý, PhD.

Vojenský historický  ústav Praha

Mgr. Pavla Plachá

Kuratorin der Ausstellung

Thomas Muggenthaler

Journalist, Bayerischer Rundfunk

Die Ausstellung wird bis zum 28. Februar 2018 im Bildungszentrum der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg gezeigt.

Öffnungszeiten: täglich 9 – 16 Uhr