Ausstellungseröffnung "Chawerim. Jüdische Selbsthilfe, Widerständigkeit und die Hachschara-Bewegung"

7. Oktober 2021
19:00 - 00:00 Uhr
Ort: online
Veranstalter: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Vorstand Institut für neue Soziale Plastik e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Gedenkstätte Deutscher Widerstand lädt Sie in Kooperation mit dem Institut für Neue Soziale

Plastik e.V. herzlich zu einer Ausstellungseröffnung ein:

Chawerim. Jüdische Selbsthilfe, Widerständigkeit

und die Hachschara-Bewegung

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 19 Uhr

ALS LIVESTREAM unter www.gdw-berlin.de/livestream

Eine Teilnahme vor Ort ist leider nicht möglich.

Als Hachschara-Stätten werden Einrichtungen bezeichnet, in denen sich Jüdinnen und Juden ab

den späten 1910er Jahren auf ihre Einwanderung nach Erez Israel (Land Israel) vorbereiteten.

Um Einwanderungszertifikate der britischen Mandatsregierung in Palästina zu erhalten, mussten

in der Regel handwerkliche, hauswirtschaftliche oder landwirtschaftliche Fähigkeiten nachgewiesen

werden. So entstanden die Hachschara-Stätten, in denen diese Fähigkeiten vermittelt wurden.

Ab der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wuchs die kleine Bewegung und rettete

in den folgenden Jahren vielen Tausenden Menschen das Leben. Ihr organisatorisches

Zentrum für Deutschland lag in Berlin, die meisten Hachschara-Stätten lagen in Brandenburg, sie

befanden sich aber auch in anderen Regionen des Deutschen Reichs.

Die Ausstellung des Instituts für Neue Soziale Plastik e.V. skizziert anhand ausgewählter Orte

und Biografien die Geschichte der deutschen Hachschara-Bewegung von ihren Anfängen über

die Zeit des Nationalsozialismus bis zu ihrem Ende, der Staatsgründung Israels. Sie ist in der

Gedenkstätte Deutscher Widerstand in der Ersten Etage zwischen dem 8. Oktober 2021 und

dem 9. Januar 2022 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Bei der Ausstellungseröffnung sprechen Benno Plassmann, Potsdam (Institut für Neue Soziale

Plastik e. V.), Yoav Gad, Yavne (Verein Hachschara des Hechaluz - Zweite Generation) und

Dr. Christine Müller-Botsch, Berlin (Gedenkstätte Deutscher Widerstand).

Unter info@neue-soziale-plastik.org können Führungen und Workshops für Gruppen von fünf bis

zehn Personen angemeldet und Materialien für die Vorbereitung des Ausstellungsbesuchs mit

Schüler*innen bezogen werden.

Über Ihre Teilnahme an der Ausstellungseröffnung per Livestream würden wir uns sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Johannes Tuchel Benno Plassmann

Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Vorstand Institut für Neue Soziale Plastik e.V.


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