Ausstellung und Veranstaltungsreihe zum ehemaligen KZ Uckermark

1. September 2014 -
27. November 2014
Ort:
Veranstalter: Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

Das Jugendkonzentrationslager Uckermark liegt ca. 90km nord-östlich von Berlin. Dort waren zwischen 1942-1945 hauptsächlich Mädchen und junge Frauen inhaftiert, die von den Nazis als "asozial" bezeichnet und verfolgt wurden. Auch politisch Verfolgte und Partisaninnen aus Slowenien gehörten zu den Häftlingen. Ihr Alltag war zu einem großen Teil geprägt durch Hunger, Kälte, körperliche und psychische Gewalt, Demütigung, Zwangsarbeit und Angst.In den letzten Monaten vor der Befreiung des Lagers wurde ein Großteil des Jugend-KZs geräumt, um dort Häftlinge des benachbarten KZ Ravensbrück systematisch zu ermorden.Das Jugend-KZ Uckermark wurde lange Zeit in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen. Bis heute haben die meisten ehemaligen Häftlinge keine öffentliche Anerkennung erfahren. Viele Täter_innen konnten ihre Karrieren nach 1945 ungebrochen fortsetzen. Auch die Ideologien haben sich teilweise fortgesetzt, so wird beispielsweise das Wort "Asozial" noch heute mit ähnlichen Vorstellungen als Beleidigung benutzt.Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V. setzt sich seit 1997 dafür ein, auf dem ehemaligen KZ-Gelände einen würdigen Gedenkort zu gestalten. Gedenken heißt für uns z.B. den Erlebnisberichten der Verfolgten einen Raum zu geben und die Vergangenheit verstehen zu lernen. Es heißt für uns auch, sich mit den Kontinuitäten auseinander zu setzen und aktuell gegen Herrschaftsverhältnisse zu kämpfen.Um den Ort, die Verfolgten und seine Kontinuitäten sichtbarer zu machen, findet von September bis November 2014 eine Veranstaltungsreihe in Berlin statt.




Weitere Infos unter http://www.gedenkort-kz-uckermark.de


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