Vortrag von Markus Gröchtemeier
Die Familie des jüdischen Viehhändlers David Rosenbaum gehörte in den 1920er Jahren zum angesehenen und wohlhabenden Bürgertum in Schöppenstedt. 1933 begannen die Nationalsozialsten die gesellschaftliche Ausgrenzung der Familie und ihre Verdrängung aus der lokalen Wirtschaft, die nach dem Novemberpogrom in eine behördlich betriebene Beraubung des Rosenbaumschen Vermögens einmündete. Nur mit wenigen Koffern gelang der Familie im August 1941 die Emigration nach Amerika.
Die in den Archiven heute zugänglichen Behördenakten machen es möglich, diesen Prozess detailliert nachzuvollziehen. Markus Gröchtemeier stellt das auch für die Bildungsarbeit aufschlussreiche Quellenmaterial vor.