Auschwitz und der Zivilisationsbruch

Vortrag/Vorlesung
5. April 2022
18:00 - Uhr
Ort: Online
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Auschwitz ist Synonym für den Zivilisationsbruch. Das Wissen um diese zivilisatorische Bedeutung ist Ergebnis eines Aufklärungsprozesses, der in einer sich im Wohlstand des Wirtschaftswunders einrichtenden Nachkriegsgesellschaft der Bundesrepublik eher nicht erwünscht war.

Ein Aufklärungsprozess, den wir mutigen Einzelnen wie dem hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, Überlebenden wie Norbert Wollheim, aber auch Journalistinnen und Journalisten wie Inge Deutschkron und Axel Eggebrecht zu verdanken haben, die über den Auschwitz-, aber auch andere NS-Prozesse berichteten.

Im Rahmenprogramm der Ausstellung "Die I.G. Farben und das Konzentrationslager Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus" laden die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz und der Förderverein Projekt Osthofen e.V. am Dienstag, 5. April 2022 um 18.00 Uhr zum Onlinevortrag "Nach Auschwitz. Vom Umgang mit und der Aufarbeitung von NS-Geschichte in Deutschland nach 1945" ein.

Prof. Dr. Angela Borgstedt, Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten der Universität Mannheim, analysiert den Aufklärungsprozess zu den NS-Verbrechen, der mit der Dokumentation und Beweissammlung durch die Befreier begann und für den Gerichtsprozesse, insbesondere der erste Frankfurter Auschwitzprozess zentral waren. Die Aufklärung verlief nicht geradlinig. Und sie war schmerzhaft, weil sie zivilisatorische Sicherheiten nahm.

Anmeldung

Eine Anmeldung ist unter info@remove-this.ns.dokuzentrum-rlp.de oder 06242 910810 notwendig, die Anmeldebestätigung enthält die Zugangsdaten für die Online-Veranstaltung.