Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus

Ausstellung
22. August 2024 -
1. September 2024
Ort: „Alte Wache“ Northeim
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Moringen, Lange Strasse 58, 37186 Moringen

Ausstellung in der „Alten Wache“ Northeim

Auftakt des Terrors Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus

Konzentrationslager sind ein Symbol für die NS-Herrschaft und stehen für tausendfaches Leid, Ausbeutung und Mord. Schon direkt nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 entstanden hunderte Lager und Haftstätten. Betrieben waren diese von verschiedensten Behörden und Organisationen. Viele bestanden nur Wochen oder wenige Monate. Bei der Durchsetzung und Sicherung der nationalsozialistischen Herrschaft spielten die Konzentrationslager eine zentrale Rolle.

Jenseits rechtsstaatlicher Strukturen waren die Konzentrationslager Instrument für die Zerschlagung der politischen Gegner der Nazis und bereits geprägt von Willkür und Gewalt. Im April 1933 wurde in Moringen, in den Räumen des Werkhaues, ein solches Frühes KZ eingerichtet. Zunächst wurden hier nur Männer, ab Juli 1933 auch Frauen als sogenannte „Schutzhäftlinge“ inhaftiert. Betrieben und bewacht wurde das Konzentrationslager zuerst von der Polizei.

An elf Themenstationen beleuchtet die Ausstellung „Auftakt des Terrors“ die Rolle und Funktion, die den frühen Konzentrationslagern in der Zeit des Nationalsozialismus zukam. Die Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten Früher Konzentrationslager“, ein deutschlandweiter Zusammenschluss von Gedenkorten und Initiativen, hat diese Ausstellung erarbeitet und vom Februar 2023 an bundesweit in mehreren Ausfertigungen gleichzeitig gezeigt.

Im Rahmen ihrer Kooperation bringen jetzt die Polizeiinspektion Northeim und die KZ-Gedenkstätte Moringen diese Ausstellung gemeinsam nach Northeim. „Wir wollen künftig vermehrt gemeinsame Zeichen setzen, um das Bewusstsein für unsere Geschichte und die aus Hass und Hetze entstehenden Gefahren für die Demokratie heute zu schärfen.“ betonen die Leiterin der PI Northeim, Maren Jäschke, und der Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen Stefan Wilbricht.

Die Zusammenarbeit von Polizei und Gedenkstätte geht zurück auf das Programm „Polizeischutz für die Demokratie“. Seit 2022 haben bereits eine Vielzahl Polizeibeamtinnen und –beamten aus dem Bereich der Polizeiinspektion Northeim an eigens entwickelten Bildungsformaten der KZ-Gedenkstätte Moringen teilgenommen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: 22. August bis 1. September in der „Alten Wache“ Northeim.

geöffnet täglich von 14 - 16Uhr, samstags von 10 - 16 Uhr. Montags geschlossen.

Donnerstag, 29. August 18:00Uhr „Alte Wache“ Northeim
„Betrifft: Konzentrationslager Moringen“ Aktuelle Forschung und offene Fragen
Vortrag von Stefan Wilbricht, Leiter der KZ-Gedenkstätte Moringen
Kontakt: Stefan Wilbricht stefan.wilbricht@gedenkstaette-moringen.de
Telefon 05554 2520

Flyer