Antisemitismus und Sexismus

10. November 2015 -
11. November 2015
Ort: Amadeu Antonio Stiftung, Linienstraße 139, 10115 Berlin
Veranstalter: Amadeu Antonio Stiftung Internationales Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA)

Antisemitismus und Sexismus


Vortrag mit anschließender Diskussion

Referentin:  Dr. Karin Stögner, Universität Wien

Datum: Di, 10. November, 19 Uhr

Ort: Amadeu Antonio Stiftung, Linienstraße 139, 10115 Berlin


Worin bestehen die Konstruktionen des „Jüdischen“ und des „Weiblichen“ in Antisemitismus und Sexismus? Und lassen sich darin Gemeinsamkeiten aufzeigen, welche zum Verständnis ihrer Strukturen, Funktionen und Motivationen beitragen? Antisemitismus und Sexismus in historisch-gesellschaftlichen Konstellationen verstehen heißt nicht, sie zu vergleichen oder gar gleichzusetzen, sondern sie gerade in ihrer Eigenart als ideologische Momente eines gesellschaftlichen Ganzen zu begreifen.

Die Analyse zielt auf die strukturellen und funktionalen Affinitäten zweier durchaus unterschiedlicher Ideologeme, die in Praxis und Diskurs widersprüchliche, aber umso wirkungsvollere Verbindungen eingehen. Eingebettet in eine soziologisch-historische Herrschaftsanalyse werden die Wechselwirkungen antisemitischer und sexistischer Zuschreibungen und die Dialektik ihrer subjektiven Motivationen und gesellschaftlichen Bedingungen beleuchtet. Aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten freuen wir uns über Anmeldungen an: jan.riebe@remove-this.amadeu-antonio-stiftung.de

Referentin:  Dr. Karin Stögner lehrt Gesellschaftstheorie am Institut für Soziologie der Uni Wien. Aktuelle Publikation: Antisemitismus und Sexismus. Historisch-gesellschaftliche Konstellationen, Baden-Baden: Nomos 2014.





Workshop für Praktiker_innen:

Antisemitismus und Sexismus.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Strukturen, Funktionen und Motivationen


Datum: Mi, 11. November, 11 Uhr (Dauer ca. 3 Stunden) in Berlin-Mitte


Im Workshop sollen die Verwobenheiten von Antisemitismus und Sexismus im Speziellen und mit dem Themenfeld Gender im Allgemeinen thematisiert werden. Anhand empirischen Materials aus der Studie von Dr. Karin Stögner sollen Gemeinsamkeiten bei Strukturen, Funktionen und Motivationen von Antisemitismus und Sexismus erörtert werden. Wie lassen sich die strukturellen Verbindungen von Antisemitismus und Sexismus in der Praxis aufspüren, woran lassen sie sich ablesen? Es sollen also auch die Praxiserfahrungen der Teilnehmenden aus einem der Themenfelder oder auch der verschränkten Betrachtung in den Workshop mit einfließen. Der Workshop richtet sich an Personen aus der politischen Bildungsarbeit, von Interessensverbänden und Selbstorganisationen aus den benannten Themengebieten, aber auch an Personen die zu den Verschränkungen wissenschaftlich arbeiten. Über den Workshop hinaus ist angedacht, weiter im Zuge einer Vernetzung das Themenfeld samt der verschränkten Betrachtung gemeinsam zu bearbeiten.

Dr. Karin Stögner leitet den Workshop. Sie lehrt Gesellschaftstheorie am Institut für Soziologie der Uni Wien. Aktuelle Publikation: Antisemitismus und Sexismus. Historisch-gesellschaftliche Konstellationen, Baden-Baden: Nomos 2014.

Die Teilnahme ist kostenlos. Aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl ist eine Anmeldung dringend erforderlich. Da auch Praxiserfahrungen in den Workshop einfließen sollen, freuen wir uns, wenn bei der Anmeldung mit angegeben wird, ob es Praxiserfahrungen bei der verschränkten Betrachtung von Antisemitismus und Sexismus/Gender gibt und/oder welche Aspekte aus ihrer Arbeit an der verschränkten Betrachtung der Thematiken interessiert. Anmeldungen bitte an: jan.riebe@remove-this.amadeu-antonio-stiftung.de

Beide Veranstaltung werden organisiert von: 


Amadeu Antonio Stiftung

Internationales Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA)


                  

Gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramm "Demokratie leben!"