Antisemitismus gab es offiziell in der DDR nicht. Vielmehr sah sich die DDR als „antifaschistischer Staat“; Judenfeindschaft und Ex-Nazis gab es demnach nur im Westen. Dennoch war Antisemitismus im Arbeiter-und Bauernstaat ein sichtbares Phänomen: Antizionismus und offene israelfeindliche Politik und Propaganda der Staatsführung, Verdrängung der Schuld am Holocaust, Abwertung jüdischer Opfer in der öffentlichen Erinnerung, aber auch ganz alltägliche Judenfeindschaft „von unten“, z.B. durch die vielfache Schändung jüdischer Friedhöfe.
Aus Anlass des 50. Jahrestages der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland werden Experten die verschiedenen Ausprägungen des Antisemitismus in der DDR und die Folgewirkungen in Ostdeutschland bis heute in Vorträgen und Podiumsgesprächen kritisch diskutieren. Einzelheiten zum Tagungsprogramm sowie zum Anmeldungsprozedere finden Sie unter folgendem Link:
http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/uploads/2015-pdf/2015-11-26-27-flyer.pdf
Wir würden uns sehr freuen, Sie als Gäste der gemeinsamen Tagung der Deutschen Gesellschaft e.V., der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien am 26. und 27. November begrüßen zu können. Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bei der Deutschen Gesellschaft an unter maria.hufenreuter@deutsche-gesellschaft-ev.de oder +49 (0)30 88 412 162 (Maria Hufenreuther).