Lachen über Antisemitismus, darf man das? Myriam Halberstam, Inhaberin des Ariella Verlags, ist der Meinung: Ja, Jüdinnen und Juden dürfen das! Und Nichtjüdinnen und Nichtjuden auch! Die Verlegerin hat Mitstreitende gesucht – und gefunden. Diese haben sich mit dem Thema auf ungewöhnliche Weise auseinandergesetzt: In ihren Cartoons und Texten ziehen sie den Antisemitismus ins Lächerliche und zeigen der mit ihm einhergehenden Abwertung, Ausgrenzung und Bedrohung humorvoll den sprichwörtlichen Mittelfinger.
Die Ausstellung präsentiert auf 25 Roll-ups eine Auswahl der Cartoons und Texte, die 2020 in der gleichnamigen Anthologie #Antisemitismus für Anfänger*innen erschienen sind. Diese bilden Reaktionen und Lebensbereiche ab, in denen Judenfeindlichkeit stattfindet, und überspitzen und ironisieren sie. Unter dem Brennglas des Humors entsteht so eine Momentaufnahme des Antisemitismus in unserer Gesellschaft – und beim Ausstellungsbesuch neben kurzweiliger Unterhaltung vielleicht auch die ein oder andere Diskussion und Reflexion über das eigene Denken und Handeln. Zu sehen sind u.a. Werke von „Stern“-Cartoonist Til Mette, Katharina Greve, Preisträgerin Deutscher Cartoonpreis, und Miriam Wurster, Preisträgerin Deutscher Karikaturenpreis.