Die Dr. Hildegard Hansche Stiftung und ihre Stifterin
Die Ausstellung beleuchtet die außergewöhnliche Stifterin, Hildegard Hansche, und die Tätigkeit der nach ihr benannten Stiftung.
Politisch und gesellschaftlich interessiert bis zum Ende ihres 96jährigen Lebens wollte Hildegard Hansche (1896 – 1992) ihre Hinterlassenschaft dem Zweck widmen, der ihr Leben bestimmt hat – Humanismus, Völkerverständigung und Antifaschismus. Als Lehrerin hatte sie dabei vor allem die Erziehung der Jugend im Blick. Es lag ihr besonders am Herzen, Begegnungen von Jugendlichen mit Überlebenden von Konzentrationslagern zu ermöglichen und ihre Zeugnisse zu dokumentieren. Das war die Motivation, eine Stiftung zu gründen. Sie setzte dafür sowohl ihre in der Bundesrepublik erstrittene Entschädigung für ihre dreijährige Haftzeit im Frauen-KZ Ravensbrück ein als auch die Ersparnisse eines langen Lebens .
Die Ausstellung wird am 16. August um 11 Uhr in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück im Rahmen des „Ravensbrücker Generationenforums“ eröffnet. Bereits zum zehnten Mal treffen bei dieser gemeinsamen Veranstaltung der Dr. Hildegard Hansche Stiftung und der Gedenkstätte Ravensbrück vom 14. – 17. August etwa 40 Jugendliche und junge Erwachsene zu intensiven Gesprächen und Begegnungen mit Ravensbrück-Überlebenden zusammen. In diesem Jahr haben Batsheva Dagan (Jahrgang 1925) aus Israel, Eva Bäckerová (Jahrgang 1940) und Peter Havaš (Jahrgang 1935) aus der Slowakei und Margrit Wreschner-Rustow (Jahrgang 1925) aus den USA ihre Teilnahme zugesagt.