Die sogenannten Rheinwiesenlager wurden von den amerikanischen Alliierten in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges und den folgenden Wochen entlang des Rheins eingerichtet, um die große Zahl deutscher Kriegsgefangener unterzubringen. Katastrophale Bedingungen führten dazu, dass 5.000 bis maximal 10.000 Gefangene – so die aktuellen seriösen Hochrechnungen – in den insgesamt über 20 Lagern, die oft nur wenige Wochen bestanden, starben.
Heute wird die Geschichte der Lager oft verzerrt dargestellt. Und insbesondere rechte Strömungen nutzen die Thematik gezielt, um antidemokratisches Gedankengut zu verbreiten.
Die Historikerin Christiane Weber wird in ihrem Vortrag die Rheinwiesenlager in ihrer Struktur vorstellen und die historischen Gegebenheiten darlegen. Thematisiert werden zudem der Alltag in den Kriegsgefangenenlagern sowie der heutige Umgang mit der Erinnerung.