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Ágnes Heller
Die Welt der Vorurteile
Geschichte und Grundlagen für
Menschliches und Unmenschliches
Die ungarische Philosophin Ágnes Heller
war immer eine Außenseiterin: als Jüdin,
Philosophin, Marxistin und Emigrantin.
Vorstellung und Moderation:
Dr. Uri Robert Kaufmann, Alte Synagoge
Die Philosophin Agnes Heller gilt als
Gewissen Ungarns. Sie überlebte den
Holocaust und war Opfer jahrzehntelanger
Repressionen durch das kommunistische
Regime. Die letzten Jahre trat sie immer
wieder als scharfe Kritikerin der Orban-
Regierung auf. Jetzt hat die 85-Jährige
ein neues Buch herausgebracht.
Ágnes Heller greift zurück bis in die Antike,
um zu zeigen, unter welchen Umständen
Vorurteile entstehen können. Sie fragt
nach gesellschaftlichen und psychologischen
Voraussetzungen und analysiert die
grundlegenden Vorurteile der Moderne:
rassische, ethnische und religiöse Vorurteile,
Klassenvorurteile, Vorurteile gegen
Frauen und sexuelle Vorurteile. Von
Sokrates bis Shakespeare, von Leibniz
über Weber bis Foucault und Luhmann
führt uns die Grande Dame der Philosophie
vor Augen, was sie auch persönlich
im 20. und 21. Jahrhundert erlebt hat
und noch erlebt: einen ganzen Kosmos
von Vorurteilen.
Agnes Heller, Jahrgang 1929, ist Schülerin
von Georg Lukács. Gemeinsam mit ihrer
Mutter entging sie dem Holocaust in
Budapest nur knapp, ihr Vater und viele
Verwandte wurden ermordet. Sie beteiligte
sich aktiv an der ungarischen Revolution
von 1956. Nach langer politischer Unterdrückung
emigrierte sie 1977 als Professorin
für Soziologie nach Melbourne.
1986 wurde sie Nachfolgerin von Hannah
Arendt auf deren Lehrstuhl für Philosophie
an der New School for Social Research
in New York. Ágnes Heller lebt heute in
Budapest.
Veröffentlichungen:
(Eine Auswahl in deutscher Sprache)
Die Welt der Vorurteile,
Edition Konturen, 2015
Der Mensch der Renaissance,
Suhrkamp Verlag, 1988
Der sowjetische Weg: Bedürfnisdiktatur
und entfremdeter Alltag, Hamburg 1983
Theorie der Gefühle, Hamburg 1980
Eine Reservierung wird empfohlen:
Tel.: 0201 82070-0
E-Mail: post@heine-buch.de
oder via Facebook
Der Eintritt ist frei.