70 Jahre nach dem Völkermord – eine neue Generation Europäer? – Podiumsdiskussion zu Identitäten junger Sinti und Roma

Diskussion/Gespräch
23. Oktober 2014
18:00 - 00:00 Uhr
Ort: Vertretung der Europäischen Kommission, Unter den Linden 78, 10117 Berlin
Veranstalter: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Anlässlich des zweiten Jahrestages der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas diskutieren junge Angehörige der Minderheit über ihr Selbst- und Geschichtsverständnis: Wie identifizieren sie sich – als Roma? Bürger ihres Herkunftsstaates oder jenes Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie heute besitzen? Als Europäer? Als Außenseiter, nirgends richtig zugehörig? Welche Rolle spielt die Verfolgung im Nationalsozialismus für ihr Selbstverständnis, für die eigene Biographie, für die Familiengeschichte, für die kollektive Erinnerung? Welche Bedeutung hat das Gedenken für sie und was bedeutet ihnen ein zentrales Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in der deutschen Hauptstadt?

PROGRAMM

Begrüßung

Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Einleitung

Jana Mechelhoff-Herezi, Stiftung Denkmal, Leitung Erinnerung Sinti und Roma

Impulsreferat

Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal, Autor

Diskussion

Nizaqete Bislimi (*1979 in Lipjan/Kosovo), Erika Horváth (*1978 in Budapest), Janko Lauenberger (*1976 in Berlin), Deniz Ismaili (*1988 in Tetovo/Mazedonien)

Moderation

Andre J. Raatzsch (Künstler, *1978 in Ilmenau)