Anlässlich des zweiten Jahrestages der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas diskutieren junge Angehörige der Minderheit über ihr Selbst- und Geschichtsverständnis: Wie identifizieren sie sich – als Roma? Bürger ihres Herkunftsstaates oder jenes Landes, dessen Staatsangehörigkeit sie heute besitzen? Als Europäer? Als Außenseiter, nirgends richtig zugehörig? Welche Rolle spielt die Verfolgung im Nationalsozialismus für ihr Selbstverständnis, für die eigene Biographie, für die Familiengeschichte, für die kollektive Erinnerung? Welche Bedeutung hat das Gedenken für sie und was bedeutet ihnen ein zentrales Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in der deutschen Hauptstadt?
PROGRAMM
Begrüßung
Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Einleitung
Jana Mechelhoff-Herezi, Stiftung Denkmal, Leitung Erinnerung Sinti und Roma
Impulsreferat
Prof. Dr. Klaus-Michael Bogdal, Autor
Diskussion
Nizaqete Bislimi (*1979 in Lipjan/Kosovo), Erika Horváth (*1978 in Budapest), Janko Lauenberger (*1976 in Berlin), Deniz Ismaili (*1988 in Tetovo/Mazedonien)
Moderation
Andre J. Raatzsch (Künstler, *1978 in Ilmenau)