Ein Podiumsgespräch über die historische und aktuelle Bedeutung des britischen Prozesses gegen die Lagerführung des KZ Neuengamme.
Wie begannen die Ermittlungen gegen Täter des KZ Neuengamme, wie wurde der Hauptprozess vorbereitet? Auf welchen juristischen Grundlagen basierten dieses und die weiteren britischen Verfahren gegen im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern eingesetztes Personal und wer saß über die Täter zu Gericht?
Hierüber informiert der Historiker Dr. Reimer Möller. Der Völkerrechtler Dr. Felix Boor gibt Auskunft über die Bedeutung der britischen NS-Prozesse für das Internationale Strafrecht. Kurt Schrimm, von 2000 bis 2015 Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, nimmt zu aktuellen Entwicklungen in der Rechtsprechung in NS-Prozessen Stellung. Gemeinsam gehen die drei Referenten der Frage nach, welche Bedeutung den Curiohaus-Prozessen bis heute zukommt.
Veranstalter: KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Zusammenarbeit mit dem Theatermacher Michael Batz, der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg/Fachbereich Sozialökonomie, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft - Landesverband Hamburg, dem Hamburgischen Richterverein e.V. und dem Fachschaftsrat Rechtswissenschaft der Universität Hamburg