Filmvorführung und Gespräch mit dem Filmemacher Thomas Radigk
Begrüßung und Moderation: Dr. Christine Glauning
Grußwort: Prof. Luigi Reitani
Film in italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln
Von den rund 650.000 italienischen Soldaten, die nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1943 zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert worden sind, haben rund 50.000 Gefangennahme und Zwangsarbeit nicht überlebt. Die Überlebenden fanden lange Zeit in beiden Ländern kein Gehör, für die geleistete Zwangsarbeit sind sie bis heute nicht „entschädigt” worden.
„24 und 1” ist eine Begegnung mit 24 ehemaligen italienischen Soldaten – alten Männern, die immer wieder die gleichen Geschichten erzählen, wie sich an 8 bestimmten Tagen ihr Leben total verändert hat: wie der Chor der antiken griechischen Tragödie, der das Geschehen auf der Bühne kommentiert....
Thomas Radigk
, geboren vor 60 Jahren in Bayern, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München, lebte zwischen 1983 und 2010 in Rom und arbeitet seit 1993 als Journalist und Autor für Kulturmagazine im öffentlich rechtlichen deutschen Fernsehen. Er hat immer wieder für das Fernsehen über die ehemaligen italienischen Militärinternierten berichtet. 2009/2010 entstand bei Dreharbeiten zu Emilio Gardinis Recherche „Deportati e Internati“ die Idee, aus den gesammelten Videointerviews einen Film zu produzieren. 2013 ist der Film „24 und 1“ erschienen.
Luigi Reitani, Leiter des Italienischen Kulturinstituts Berlin
Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit
Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie zu einem Umtrunk ein.
Um Anmeldung zur besseren Planung wird gebeten unter veranstaltung-sw (at) topographie.de