19. Sonnenstein-Symposium

10. Oktober 2015
10:00 - 16:00 Uhr
Ort: Pirna, Evangelisch-Lutherisches Gemeindezentrum Pirna-Sonnenstein
Veranstalter: Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein - Stiftung Sächsische Gedenkstätten Sächsische Landeszentrale für politische Bildung___Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein

Das Gedenkbuch für die Opfer der NS-„Euthanasie“ in Sachsen – Eine Zwischenbilanz (19. Sonnenstein-Symposium) 

Bereits mehrere Jahre bemüht sich eine kleine Forschungsgruppe der Stiftung Sächsische Gedenkstätten um die Erstellung eines Gedenkbuches für die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde in Sachsen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die großen Landesanstalten, sondern auch zahlreiche kleine Einrichtungen. Diese hatten eine zentrale Funktion bei der Pflege chronisch kranker oder alter Menschen. Das Zusammentragen der Informationen durch intensive Archivrecherchen führte zu neuen Erkenntnissen, aber auch neuen Fragestellungen: Welche Handlungsspielräume oder Steuerungsmöglichkeiten bestanden etwa für Akteure auf lokaler Ebene?

Das 19. Sonnenstein-Symposium soll die Möglichkeit bieten, auch die Außensicht in die Arbeit einzubeziehen. Mitglieder der Arbeitsgruppe wollen dazu weitere Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen, aber vor allem auch Fragen über deren Bewertung und Veröffentlichung mit Experten und interessierten Teilnehmern diskutieren.

Sonnabend, 10. Oktober 2015

Evangelisch-Lutherisches Gemeindezentrum Pirna-Sonnenstein

Dr. Benno-Scholze-Straße 40, 01796 Pirna

10 – 16 Uhr

Teilnahmegebühr 10 Euro, ermäßigt 5 Euro

Veranstalter:

Gdenkstätte Pirna-Sonnenstein - Stiftung Sächsische Gedenkstätten

Sächsische Landeszentrale für politische Bildung

Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e.V.

Ablauf:

10.00 – 10.15 Uhr

Grußworte der Veranstalter

10.15 – 11.00 Uhr

Das Gedenkbuch für die Opfer der „NS-Euthanasie“ in Sachsen. Eine kritische Zwischenbilanz

Dr. Boris Böhm, Pirna

11.00 – 11.45 Uhr

Erfahrungen zur Erstellung des Gedenkbuchs für die Münchner „Euthanasie“-Opfer

Dr. Sibylle von Tiedemann, München

11.45 – 12.30 Uhr

Großschweidnitz – Die vergessene Sammel- und Tötungsanstalt für „geisteskranke Ostarbeiter“

Christoph Hanzig, Dresden

12.30 – 13.30 Uhr

Mittagspause

13.30 – 14.15 Uhr

Die Aussagekraft von Krankenakten für die Bewertung von Patienten als „Euthanasie“-Opfer am Beispiel der Landesanstalt Hochweitzschen

Dr. Rudolf W. Lehle, Döbeln

14.15 – 15.00 Uhr

Leipzig-Dösen und das Luminal-Schema. Der Beginn der „Medikamenten-Euthanasie“ 1940

Ulrich Rottleb, Leipzig

15.00 – 16.00 Uhr

Diskussionsrunde mit den Referenten

Moderation des Symposiums:

Dr. Thomas Beddies, Berlin

Anmeldungen bitte an: gedenkstaette.pirna@remove-this.stsg.smwk.sachsen.de