„Bezeugte Erinnerung. Erzählen. Bewahren. Vermitteln“ lautet das Thema der 16. Europäische Sommer-Universität, die vom 28. August bis 1. September 2023 in der Gedenkstätte Ravensbrück stattfinden wird. Dazu werden rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet, die sich in Vorträgen, Diskussionen und Workshops unterschiedlichen Aspekten der Arbeit mit Zeugnissen von Zeitzeugen in Gedenkstätten widmen werden.
Die Sommer-Universität wird die Veränderungen der Bedeutung von Zeugenschaft im Laufe der Zeit untersuchen und sich insbesondere mit ihrem Einsatz in der Gedenkstättenarbeit sowie mit neueren digitalen Formaten zur Präsentation von Zeitzeugen auseinandersetzen. Dabei wird auch die historische Entwicklung der Erinnerungskulturen seit 1945 hinterfragt und die Figur des Zeitzeugen als moralische Instanz betrachtet.
Eröffnet wird die Europäische Sommer-Universität Ravensbrück am 28. August 2023 durch ein Gespräch mit dem dänischen Ravensbrück-Überlebenden und Zeitzeugen Ib Katznelson. Am 30. August findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema der (Zeit-)Zeugen in späten NS-Prozessen mit dem ehemaligen Staatsanwalt Thomas Walther, Astrid Ley (Gedenkstätte Sachsenhausen), Katharina Stengel (Fritz Bauer Institut) und Stephanie Bohra (Topographie des Terrors) statt.
Das Programm umfasst Vortragsformen, dialogische Führungen, gruppenaktivierende Workshops und eine Forschungsbörse, bei der Nachwuchswissenschaftlerinnen ihre Projekte vorstellen werden. Die Europäische Sommer-Universität richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Mitarbeitende aus dem Gedenkstättenbereich und Interessierte. Sie ist intergenerationell, interdisziplinär und nimmt Fragen der Geschlechterforschung auf.
Informationen und Anmeldung unter stuerzer@ravensbrueck.de sowie telefonisch unter 033093-608-25.
Das vollständige Programm der Sommer-Universität finden Sie HIER.
Information: www.ravensbrueck-sbg.de