Im Jahre 2014 steht der Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren im Vordergrund des öffentlichen Gedenkens. Auch der 25. Jahrestag der Öffnung der Berliner Mauer wird gefeiert und u.a. vom Kanzleramt stark forciert. Der 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs findet hingegen wenig Erwähnung und wird eher pflichtschuldigst behandelt. Hat sich die deutsche und europäische Erinnerungskultur gewandelt? Kommt dabei in Deutschland ein Überdruss an NS-Verbrechen und historischer Schuld zum Ausdruck? Wird der Zweite Weltkrieg dabei zu einer Episode in der großen Erzählung über die Freiheit? Gibt es ernstzunehmende Ansätze, die das tradierte Bild vom Zweiten Weltkrieg verändern? Wie ist der historische Ort des Zweiten Weltkriegs von heute aus zu bestimmen - in deutscher und in europäischer Perspektive?
Darüber referieren und diskutieren am 1. September 2014 die Historiker Ulrich Herbert (Freiburg), Nick Stargardt (Oxford) und Wlodzimierz Borodziej (Warschau).
Programm:
Grußwort
Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ
Jerzy Margański, Botschafter der Republik Polen
Vortrag „Die Geschichte des Zweiten Weltkrieges in der europäischen Erinnerung“
Prof. Dr. Ulrich Herbert, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Kommentare
Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej, Universität Warschau
Prof. Ph.D. Nicholas Stargardt, Universität Oxford
Podiumsdiskussion
Stefan Reinecke, taz-Redakteur Parlamentsbüro (Moderation)
Stehempfang
Um Anmeldung bis zum 29. August 2014 wird an veranstaltungen@stiftung-evz.de gebeten.