Verzeichnis der jüdischen Einwohner 1933-1945

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"..
17. September 2008

Projektbeschreibung:

Übergabe „Verzeichnis der jüdischen Einwohner 1933-1945“ an StM'in Hildegard Müller durch die Stiftung EVZ.. ..Mittwoch, 17. September 2008 um 11.30 Uhr im Bundeskanzleramt.. .. ..Liste der verlorenen Bürger .. ..Stiftung übergibt „Verzeichnis der jüdischen Einwohner 1933-1945“ an das Bundeskanzleramt.. ..Berlin, 17.09.2008 – Eine Datensammlung mit persönlichen Angaben von insgesamt rund 600.000 jüdischen Einwohnern, die zwischen 1933 und 1945 in Deutschland (Grenzen von 1937) wohnten und als Juden diskriminiert und verfolgt wurden, wird heute dem Bundeskanzleramt übergeben. Die „Liste jüdischer Einwohner des Deutschen Reiches“ wurde im Auftrag der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ durch das Bundesarchiv erstellt. Nach vierjähriger Vorbereitung hat sie heute der Vorstand der Stiftung Günter Saathoff an Staatsministerin Hildegard Müller überreicht. Die Liste gibt Auskunft über Namen und Wohnorte jüdischer Einwohner, ihre Emigration, Inhaftierung oder Deportation sowie über Todesdaten und -orte. Ausgewertet wurden Melderegister, vor allem mittlerer und größerer Städte, Deportationslisten, Archive, Daten von Museen und Gedenkstätten. Als weitere Grundlage diente das vom Bundesarchiv geführte „Toten-Gedenkbuch“. Aus über eintausend verschiedenen Quellen wurden ca. 2,5 Mio. Datensätze zusammengetragen... ..Mit der Übergabe geht die Liste in das Eigentum der Bundesregierung über. Sie wird diesen Datenbestand der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, dem Holocaust Memorial Museum in Washington, dem Jüdischen Museum Berlin und der Jewish Claims Conference, dem Centrum Judaicum in Berlin sowie dem Internationalen Suchdienst des Roten Kreuzes in Bad Arolsen für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen. Die Liste soll über diese Stellen auch Menschen zugänglich sein, die auf der Suche nach Informationen über ihre Familienangehörigen in Deutschland aus der Zeit des Nationalsozialismus sind. Die Initiative zur Vorbereitung des Verzeichnisses geht auf den Wunsch jüdischer Institutionen und Interessensvertretungen zurück. .. ..„Mit der Übergabe dieser Liste wollen wir einen substantiellen Beitrag leisten, den Verlust, den das deutsche Judentum durch Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung erlitten hat, zu dokumentieren. Die Recherchen zum Verbleib der jüdischen Bürger während des Nationalsozialismus sind im Ergebnis eine Liste der verlorenen Bürger. Sie belegen damit auch das Ausmaß der Nazi-Verbrechen.“, erklärte der Vorstand der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, Günter Saathoff. .. ..Anders als das „Gedenkbuch“ des Bundesarchivs enthält die Residentenliste auch Angaben über noch lebende Menschen und unterliegt damit dem Personendatenschutz. Das Bundesarchiv wird in Zukunft die Datensammlung betreuen und bei Vorliegen neuer Informationen ergänzen... ..Die Bundesregierung finanzierte das Vorhaben min mit 1 Mio. Euro. Die Stiftung beteiligte sich mit 570.000 Euro... ..

Kontakt

Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Franka Kühn

Markgrafenstr. 12 - 14

10969 Berlin

Tel.: +49 (0)30 259297- 76 , Mobil: +49 (0)174 980 1424

Fax: +49 (0)30 259297-42

eMail: kuehn@stiftung- evz.de