Unterstützung für das Lese-Zeichen

16. April 2012

Da die Finanzierung vorwiegend auf Spendenbasis beruht, wird auch hier dazu aufgerufen:

Sparkasse KölnBonn 11 312, BLZ: 370 501 98,

Postbank Köln 11 890 501; BLZ: 370 100 50

Volksbank Bonn Rhein-Sieg 2 003 753 010, BLZ: 380 601 86

Stichwort: “Kulturamt, Erinnerungsmal Bücherverbrennung”

SpenderInnen erhalten dann eine entsprechende Spendenbescheinigung von der Stadt Bonn

Dass Wien ein solches Mahnmal nicht benötigt, ist bekanntlich nicht der Widerständigkeit der WienerInnen gegen die Barbarei zu verdanken.

Wie berichtet, ist dem Organ des katholischen Bürgertums ein gewisses Bedauern anzumerken gewesen, dass solche Aktionen, wie die Vernichtung unliebsamer Bücher, nicht auch in Österreich stattfanden. Es brauchte nicht lange gewartet zu werden. Nicht mal ein Jahr später wurde in den Wiener Arbeiterbüchereien “eine Art Standrecht der Bücherauswahl“1) proklamiert und Bücher von Heinrich Mann, Upton Sinclair, Emil Zola u.v.a. eliminiert – alles was nicht der “deutschen, christlichen und sozialen Staatsmaxime“2) der Austrofaschisten entsprach. Öffentliche Verbrennungen der Bücher gab es zwar keine, aber die Wirkung war nicht unähnlich jener in Deutschland.

Insofern gäbe es auch für WienerInnen einen guten Grund, sich an der Spendenaktion zu beteiligen, ein weiterer wäre vielleicht eine Art Abschlagszahlung für den bekanntlich in Bonn geborenen, aber von Wien vereinnahmten Ludwig van Beethoven …

_____________________

1) Volksbildungsreferent Karl Lugmayer. Nach: Alfred Pfoser: Literatur und Austromarxismus. Löcker 1980. S. 214

2) a.a.O. S. 213