... und alle Toten starben friedlich...

MKÖ
14. Oktober 2007

Projektbeschreibung:

Oratorium "... und alle Toten starben friedlich..." (Kubizek/Vertlib)..Anlässlich des 60 Jahrestages der Übergabe der Gedenkstätte Mauthausen an die Bundesrepublik Österreich wurde das Oratorium "... und alle Toten starben friedlich..." am 5. Mai 2007 am Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen vor mehr als 650 BesucherInnen uraufgeführt. Eine weitere Aufführung folgte am 10. Mai in der Birago-Kaserne in Melk. ..Stückinhalt und musikalische Umsetzung.Das Stück beschreibt den Weg einer jungen Frau (Eva Klampfer, Alt), die versucht mit der belastenden Geschichte des Massenmordes in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern umzugehen. Ausgehend von einem Traum, mit dem naiven Bild, es hätte keinen Krieg gegeben (1. Teil: Der Traum), tritt sie mit verschiedenen Personen in Dialog. Andrea Wögerer, Sopran, singt die Passantin (2. Teil: Die Stimmen) sowie die Tochter eines ehemaligen KZ-Häftlings (3. Teil: Die Tochter). Johann Leutgeb, Bariton, ist in der Rolle des Passanten (2. Teil: Die Stimmen) sowie des Sohnes eines ehemaligen Wehrmachtsangehörigen (4. Teil: Der Sohn). Die junge Frau erfährt verschiedene Versionen von Geschichte. Ihre Frage "Wo liegt der Weg, den ich beschreiten muss?" bleibt im Stück unbeantwortet, aber nicht hoffnungslos (5. Teil: Der Weg). .Orchester und Chor, unter der Leitung von Christoph Cech, setzten sich vorwiegend aus Studenten der Anton Bruckner Privatuniversität Linz zusammen. ..Mit zeitgemäßer, stiloffener Sprache nimmt sich das ambitionierte Werk eines belastenden Themas an. Es beschreibt die Schwierigkeiten junger Menschen, sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs auseinander zu setzen, und greift die Irritationen auf, die aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen entstehen. ..Publikumsreaktionen.Die begeisterten Rückmeldungen des Publikums lassen darauf schließen, dass die innovative Projektrealisierung Generationen übergreifend verstanden wird. Dabei ist insbesondere zu erwähnen, dass sowohl der "aktiven Gedenkkultur" Fernstehende Zugang zur besprochenen Thematik fanden, als auch MusikerInnen, ZeitzeugInnen und in Gedenkinitiativen Engagierte. Für viele BesucherInnen war der Uraufführungsort - der Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen - Anlass, die Gedenkstätte zu besichtigen und sich (erstmals) mit der Geschichte des Ortes auseinander zu setzen.."ich bin noch ganz gefangen von den emotionalen eindrücken und empfindungen von gestern... zuerst die besichtigung des konzentrationslagers, dann die wachrüttelnde, zur nachdenklichkeit anregende und emotionen hervorrufende aufführung, der tiefgreifende text, das hat uns alle mitsammen sehr beeindruckt..." (Katharina Kargl, 49 Jahre, Kaufmännische Angestellte)."Komposition ist a wahnsinn, echt super ... Danke dass ich dabei sein durfte!!!!!! (Martin Ohrwalder, 35 Jahre, Solist Trompete)."..., mir hat es sehr viel bedeutet, diese bewegenden Momente mitzugestalten." (Christoph Cech, 47 Jahre, Dirigent)..Komponist und Textautor.Wolfgang R. Kubizek, 1959 geboren in Oberösterreich und seit Jahren tätig im Vorstand der Gedenkinitiative RE.F.U.G.I.U.S. (Rechnitz) ringt in diesem Werk wohl mit seiner eigenen Familiengeschichte: Sein Großvater war der Jugendfreund Adolf Hitlers. Aus völlig anderem Kontext hingegen bearbeitet der 1966 in Leningrad geborene und in Salzburg lebende Schriftsteller Vladimir Vertlib (bekannt geworden durch den Roman "Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur", Deuticke Verlag, Wien 2002) das Thema: Er entstammt einer jüdischen Familie. Entsprechend ihrer Herkunft setzten sich beide Künstler mit der Geschichte des Nationalsozialismus und den für Nachgeborene verwirrenden Fragen an diese Zeit auseinander. Der Wert des Erinnerns für die Gegenwart stand dabei verbindend im Zentrum...Perspektiven.In Auftrag gegeben wurde die Komposition im Gedenkjahr 2005 von der Lagergemeinschaft Mauthausen und dem Mauthausen Komitee Österreich. Das Projekt versteht sich als Pilotprojekt. Weitere Aufführungen des Oratoriums sind geplant, ebenso wie die Projektidee in Zusammenarbeit mit anderen Gedenkstätten bzw. an anderen historischen Orten fortzuführen...CD-Veröffentlichung.Am 15. Oktober 2007 erschien die Doppel-CD "... und alle Toten starben friedlich...", Oratorium in fünf Teilen für Soli, Chor und Orchester, von Wolfgang R. Kubizek (Komponist) und Vladimir Vertlib (Textautor). .Umfangreiche Informationen (inkl. Pressefotos) zu den Aufführungen, zum Projekt und Bestellmöglichkeit (Doppel-CD, € 21, inkl. Versandkosten) finden Sie/findet ihr unter: www.undalletotenstarbenfriedlich.at..Wir bitten, um Besprechungen in Publikationen bzw. dem Vertrieb der CD's in Ihren/euren Shops (Kontakt: mkoe@kusch.at, Tel: 0664/3728241) und danken im Vorhinein für Ihre/eure Unterstützung..________________________________.die hauptfigur erinnert . .die trompete.begleitet meine suche.ist mir widerpart.ist vertraute.wegweiserin.denkanstoß.rastpunkt . .die klarinette.zeigt mir einen weg.zu den opfern.zu anderen orten.zeichnet skizzen.eines systems.menschlich.auch . .das vibraphon.bringt mir das heilende.des traums.der alles darf . .snare und e-bass.sind mir vermittler.flechten bilder.der generationen.in mein vokabular . .gebläse.männlich . .streicher.weiblich . .ich werde.weiter.singen . .(Wolfgang R. Kubizek)

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Mauthausen Komitee Österreich

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Homepage: www.undalletotenstarbenfriedlich.at