Stukenbrocker Appell

Zusammengestellt von Lothar Eberhardt, Koordinator des Appells
24. Juni 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

 möglicherweise gehörten Sie als Person, Gedenkstätt oder Initiative zu den Mitinitiatoren oder Unterzeichnern.

Aus Anlass der Veranstaltung zum 75. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion möchte ich mit den beiliegenden Informationen auf die erste entschädigungs-politische Initaitive für sowjetische NS-Opfer vom April 1994, dem Stukenbrocker Appell, hinweisen

Stukenbrock ist der Ort mit dem sich das Kriegsgefangenenlagers Stalag 326 (VI K) Senne verbindet. Im dem Lager wurden zwischen 1941 und 1945 etwa 300 000 sowjetische Kriegsgefangene unter menschenunwürdigen und völkerrechtswidrigen Bedingungen gefangengehalten. Von ihnen haben 65 000 die Lagerzeit nicht überlebt. Ehemals sowjetische Bürger, die durch das NS-Regime verfolgt worden sind.

Der Stukenbroker Appell wurde auf dem Gedenkstättenseminar der Topographie des Terrors vom 22. bis 24. April 1994 in Schloß Holte-Stukenbrock von 50 HistorikerInnen sowie MitarbeiterInnen von Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen verabschiedet und unter der Trägerschaft von Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste von April 1994 bis 1997  koordiniert.

Appell (Original)

http://www.oberndorfgedenken.de/Stukenbrocker%20Appel%20original%20ASF.pdf

und als Fließtext als Anhang

Ein ausführliches Info-Paket hängt der Mail an.

Dieses Material ist für ihre Arbeit zur Weiterzuverwenden bestimmt.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

verbleibt

Lothar Eberhardt

- Koordinator des Stukenbrocker Appell -

Info-Paket:

1)

Stukenbrocker Appell:

Der Stukenbroker Appell wurde auf dem Gedenkstättenseminar der Topographie des Terrors vom 22. bis 24. April in Schloß Holte-Stukenbrock von 50 HistorikerInnen sowie MitarbeiterInnen von Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen verabschiedet. Das Ziel: Sowjetischen NS-Opfern Gehör zu verschaffen und in ihrem Anlegen auf Anerkennung und in Fragen der humanitären Ausgleichszahlungen zu unterstützen.

Unter der Trägerschaft von Aktion Sühnezeichen/Friedensdienste wurde der Stukenbrocker Appell von April 1994 bis 1997  koordiniert. Es wurden über 500 Unterschriften gesammelt und der Appell

von vielen Einzelpersonen aus Politik, Kirche, Kultur und Wissenschaft wie Ignaz Bubis (Zentralrat der Juden), Dr. Jochen Vogel; Gregor Gysi u.a. MdB sowie Leo Kopelew (Schriftsteller), Jens Reich, (Bundespräsidentkandidat), Günter Grass und Heinz Knobloch (Schriftsteller), Bärbel Bohley (Bürgerrechtlerin), Freya Klier (Autorin), Maria Jespers (Bischöfin), Gottfried Forck (Bischoff a.D.) Alisa Fuss(Internationale Liga), Ossip K. Flechtheim, Reinhard Kühnl (Faschismusforscher), Eckart Rottka( Richter), Franz von Hammerstein (Aktion Sühenzeichen), Kurt Goldstein (Auschwitz-Komitee), Ludwig Baumann (Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz), Werner Hörner (AK Blumen für Stukenbrock) und von Verfolgtenorganisationen und Initiativen unterstützt.

Entstehung:

Der Stukenbroker Appell wurde auf dem Gedenkstättenseminar der Topographie des Terrors vom 22. bis 24. April in Schloß Holte-Stukenbrock von 50 HistorikerInnen sowie MitarbeiterInnen von Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen verabschiedet. Sie setzten sich mit dem Thema "Sowjetische Kriegsgefangene und Kriegsgefangenenlager im Deutschen Reich 1941-1945" an historischem Ort, dem Stalag Stammlager 326 (VI K) Senne (https://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager_VI_K_(326)) auseinander.

Inhalt:

Bei dem Erfahrungsaustausch zu sowjetische NS-Opfer wurden verschiedene eingegangene Anfragen von sowjetischen Kriegsgefangenen und Häftlingsverbänden zu Fragen der Umsetzung des Abkommens vom 16. Dezember 1992 zwischen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem Präsidenten der Russischen Föderation Boris Jelzin und zu den sich in Gründung befindenden Stiftungen „Verständigung und Aussöhnung“ in de GUS-Staaten Belarus (Minsk), Russland (Moskau) und Ukraine (Kiev) und dem Stand der humanitären Auszahlungen der bereitgestellten

eine Milliarde DM für NS-Opfer in der ehemaligen Sowjetunion, erörterten. Durch Betroffen stellten sich Fragen die die Umsetzung des Abkommens eingefordert und die sowjetischen Kriegsgefangenen an den humanitären Ausgleichsregelung zu beteiligen, eingefordert. Der dringende Handlungsbedarf für die NS-Opfer – für die jeder Monat zählt – angemahnt.

Rezeption:

Hoffen auf Deutschland (Artikel)

http://www.oberndorfgedenken.de/Hoffen%20auf%20Deutschland%20%20LEB%201996.pdf

in Entschädigung für NS-Zwangsarbeit Rechtliche, historische und politische Aspekte Hrsg.: Klaus Barwig / Günter Saathoff / Nicole Weyde

Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden 1998 344 Seiten, ISBN 3-7890-5687-1

http://www.akademie-rs.de/mi-entschaedigung.html

Weblinks:

Appell (Original)

http://www.oberndorfgedenken.de/Stukenbrocker%20Appel%20original%20ASF.pdf

Abdruck bei Multiplikatoren

http://www.oberndorfgedenken.de/Stukenbrocker%20Appell%20print.pdf

Weitere links:

http://www.stalag326.de/

http://www.blumen-fuer-stukenbrock.de/das_lager

https://de.wikipedia.org/wiki/Stammlager_VI_K_(326)

 

2) Interessengemeinschaft ehem. Zwangsarbeiter unter dem NS_Regime(IGZ)

 

 

Eine der ersten Organisationen die den Appell unterstützt, war am 3. Mai

 

 

1994 die Interessengemeinschaft ehemaliger Zwangsarbeiter unter dem

 

 

NS-Regime vertreten durch Alfred Hausser vertreten, der ihm Eigen den

 

 

Appell unterstütze und anmerkte:

 

 

"Hinsichtlich der Formulierung niedergelegten Erwartung vermissen wir

 

 

die Frage nach einem Kontrollorgan bei der Vergabe der Mittel. Es ist

 

 

bekannt, dass es bei der Abwicklung der Stiftungsmittel in Polen zu

 

 

Unregelmäßigkeiten gekommen ist.

 

 

Wir danken für Eure Bemühungen und hoffen auf einen gemeinsamen Erfolg. "  

 

 

 

 

 

Hier war das Konvolut mit Zahlen zu den Auszahlungen der Stiftungen in

 

 

der GUS  auf der einstigen homepage der IGZ eingestellt.

 

 

 

 

 

http://web.archive.org/web/20070127184609/http://www.ig-zwangsarbeit.de/de/Doku/stukap/stukap.html

 

 

Historische Seite ab Mai 200 bis August 2006

 

 

http://web.archive.org/web/20010614192004/http://www.ig-zwangsarbeit.de/

 

Zusammengestellt von Lothar Eberhardt ,Koordinator des Appells, lebgut07@remove-this.yahoo.de m: 0176 965 03 573

 Anhang

Appell als Fließtext (docx)