Sonderausstellung „verehrt – verfolgt – vergessen“

Gedenkstätte Bernburg und Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt
26. Oktober 2009

Projektbeschreibung:

Schauspieler wie Dora Gerson, Robert Dorsay, Kurt Gerron, Fritz Grünbaum, Paul Morgan oder Otto Wallburg gehörten im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts zu den beliebtesten Akteuren auf Leinwand, Theaterbühne oder beim Kabarett. Sie spielten in Filmen mit, die noch heute Weltruhm genießen (z.B. „Die drei von der Tankstelle“, „Der blaue Engel“, „Der Kongreß tanzt“), veröffentlichten Schallplatten oder Bücher und wurden von einem Millionenpublikum verehrt... ..Viele Jahre lang forschte der Kulturhistoriker Ulrich Liebe im In – und Ausland und ging den Spuren dieser beinahe vergessenen Menschen nach, die einst gefeierte Stars waren und letztendlich dem Terror des NS – Regimes zum Opfer fielen. ..Die Ausstellung erinnert an diejenigen Schauspieler und Schauspielerinnen, die sich mit den Nationalsozialisten nicht arrangieren konnten oder wollten. Die ausgestellten Dokumente veranschaulichen die Lebensläufe und Karrieren von fast 50 Künstlern, die während der zwölfjährigen Diktatur um ihr Leben gebracht wurden. Tagebücher, Fotoalben, Requisiten und andere Erinnerungsstücke vermitteln dem Besucher einen Einblick in das private Leben der Künstler. Geschildert werden ihre Erfolge und auch die Demütigungen und Entrechtungen denen sie ausgesetzt waren, bis hin zu den Umständen ihrer Ermordung. Zuerst verehrt, dann verfolgt und schließlich vergessen... ..Die Ausstellung war seit 1993 in 14 bundesdeutschen Landeshauptstädten, 55 weitern deutschen Städten sowie in Wien, Graz und Linz zu sehen... ..“Doch das Nachforschen lohnt sich, ist notwendig, nicht um anzuklagen, sondern um sich zu erinnern, festzuhalten.“ ..Ulrich Liebe - zitiert aus dem Vorwort seines gleichnamigen Buches -.. ..Begleitveranstaltung:.. ..04.November, 17Uhr..Filmvorführung: „Gefangen im Paradies“ über Kurt Gerron.. ..Um vorherige Anmeldung wird gebeten... ..Vorbehalt der Veranstalter:..Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder sich rechtsextrem oder rassistisch äußern, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen... ..Anschrift:.. ..Gedenkstätte für Opfer der ..NS-“Euthanasie“..c/o Fachklinikum für Psychiatrie ..Olga-Benario-Strasse 16/18..06406 Bernburg..Tel.: 03471 - 31 98 16..Fax: 03471 – 6 40 96 91..Email: info-bernburg@stgs.sachsen-anhalt.de..Die Gedenkstätte Bernburg ist Teil der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt... ..Sonderöffnungszeiten für die Dauer der Ausstellung:..Sonntag – Freitag..von 9.00 bis 16.00Uhr..Andere Termine sind nach Vereinbarung möglich...Eintritt frei... ..Die Präsentation der Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Gedenkstätte Bernburg und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt...

Kontakt

Gedenkstätte für Opfer der NS-“Euthanasie“

c/o Fachklinikum für Psychiatrie

Olga-Benario-Strasse 16/18

06406 Bernburg

Tel.: 03471 - 31 98 16

Fax: 03471 – 6 40 96 91

eMail: info-bernburg@stgs.sachsen-anhalt.de